Bielefelder Polizei stoppt E-Roller-Drogenfahrt

Jens Reichenbach

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Unterwegs mit dem E-Roller. (© Symbolbild: Uwe Anspach)

Bielefeld. Der Start von 400 E-Rollern in der Bielefelder Innenstadt war am Mittwoch der Fun-Fact des Tages. Hunderte Nutzer probierten die Miet-Scooter aus, besuchten Freunde, die Sparrenburg oder fuhren einfach um den Block. Doch die Polizei hatte schon so einige Probleme mit den Nutzern und ihren Fahrverhalten.

Höhepunkt war am späten Mittwochabend ein E-Scooter-Fahrer, der gegen 23.15 Uhr auf einem Gehweg der Diesterwegstraße unterwegs war. Bei der Kontrolle des 33-Jährigen fiel nach Angaben der Polizei auf, dass der Bielefelder unter Drogen stand.

Drogentypische Ausfallerscheinungen machten den Mann verdächtig

Die Polizeibeamte hatten den Bielefelder angehalten und machten ihn darauf aufmerksam, dass die Fahrt mit Elektro-Tretroller auf dem Gehweg verboten ist. Während des Gesprächs bemerkten die Polizisten drogentypische Ausfallerscheinungen und nahmen Marihuana-Geruch wahr.

Der Bielefelder gestand relativ schnell, gerade einen Joint geraucht zu haben. Eine Ärztin entnahm ihm im Krankenhaus eine Blutprobe. Ein Strafverfahren gegen ihn wurde eingeleitet.

Scooter nur bis 23 Uhr erlaubt

Kuriosum: Die neuen Mietroller dürfen eigentlich nur in der Zeit zwischen 7 bis 23 Uhr genutzt werden. Die Drogenfahrt war also gar nicht mehr zulässig. Denn abends holt der Betreiber die Leih-Fahrzeuge zum Aufladen und zur Wartung wieder ab, bevor sie am Morgen wieder in der Innenstadtverteilt werden.

Nur Freitag und Samstag ist der Betrieb laut den Allgemeinen Betriebsbedingungen bis 24 Uhr gestattet.

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