Sieben Dinge, die man über G7 wissen muss

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G7-Gipfel in Frankreich - © Foto: Michael Kappeler
Der diesjährige G7 Tagungsort «Le Bellevue» oberhalb vom leeren Strand in Biarritz. (© Foto: Michael Kappeler)

Biarritz - Wofür steht das Kürzel G7? Was machen die Staats- und Regierungschefs eigentlich auf ihren jährlichen Gipfeln in malerischer Umgebung? Sieben Antworten:

- Die Weltwirtschaftskrise 1975 brachte Kanzler Helmut Schmidt und Frankreichs Präsidenten Valéry Giscard d'Estaing auf die Idee eines Gipfeltreffens der größten Industrienationen, um Lösungen zu suchen.

- Beim ersten Gipfel auf Schloss Rambouillet bei Paris trafen sich die Staats- und Regierungschefs aus Frankreich, Deutschland, den USA, Großbritannien, Japan und Italien. Ein Jahr später kam Kanada hinzu.

- Russland erhielt 2002 die Vollmitgliedschaft, die G8 existierte aber nur bis 2013. Wegen der russischen Annexion der Krim platzte 2014 der Gipfel im russischen Sotschi am Schwarzen Meer.

- Der G7 gehörten anfangs die sieben größten Industrienationen der Welt an, doch heute nicht mehr: Aus den Top 7 fehlen mit China die Nummer 2 und mit Indien die Nummer 7.

- Anfangs ging es vor allem um die Wirtschaft. So wurden die Treffen auch Weltwirtschaftsgipfel genannt. Heute geht es auch um Krisen und andere globale Fragen wie Klimaschutz.

- Die G7 trifft keine verbindlichen Beschlüsse. Wegen der Alleingänge von US-Präsident Donald Trump bei den letzten Gipfeln wird es ohnehin immer schwieriger, ein gemeinsames Abschlussdokument zu finden.

- Der Vorsitz der Gruppe rotiert. Im nächsten Jahr wird der US-Präsident der Gastgeber - ausgerechnet Trump, der ohnehin nicht viel von der G7-Gruppe oder vom Multilateralismus überhaupt hält.

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