Branche: Materialknappheit könnte Bauboom dämpfen

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Neubaugebiet in Hürth - © Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Reihenhäuser, Doppelhaushälften, Häuser und Mehrfamilienhäuser werden auf einem Baufeld am Stadtrand von Köln in Hürth Efferen gebaut. (© Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)

Berlin - Lieferengpässe bei Kunststoff, Holz und Stahl könnten den Boom auf dem Bau bremsen. «Das tut allen Baubetrieben im Augenblick weh», sagte der Präsident des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, Peter Hübner, am Donnerstag.

Die Unternehmen müssten für das Material 40 Prozent mehr ausgeben als gewohnt, zum Teil gebe es nur noch Tagespreise.

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Trotz eines historisch hohen Auftragsbestands könne dies die Prognose für dieses Jahr beeinträchtigen, sagte Hübner. Bislang geht der Verband davon aus, dass der Branchenumsatz 2021 real auf dem hohen Vorjahresniveau von 6,1 Milliarden Euro bleibt.

Gegen weiter steigende Mieten forderte SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz beim Tag der Bauindustrie mehr Neubau. «Wir brauchen in Deutschland jedes Jahr etwa 400.000 Wohnungen, davon 100.000 als geförderte Wohnungen.» Vergangenes Jahren waren etwa 300.000 neue Wohnungen fertig geworden. Der Branchenverband verlangte dazu ein einfacheres Baurecht und mehr Möglichkeiten, in Serie und in Modulen zu bauen.

Im Gebäudesektor gebe es dazu noch erhebliches Potenzial, bemerkte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einem Grußwort. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter verwies auf große Mengen Müll, die beim Bauen anfielen. «Wenn das so weitergeht, verfehlen wir unsere Nachhaltigkeitsziele», warnte er.

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