Rindfleisch aus abgeholztem Regenwald auch für Tönnies?

Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" berichtet über Fleisch-Importe vom Amazonas. Auch Tönnies sei dabei.

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Die Zentrale des Fleischverarbeiters und Schlachtkonzerns Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. - © picture alliance/dpa
Die Zentrale des Fleischverarbeiters und Schlachtkonzerns Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. (© picture alliance/dpa)

Rheda-Wiedenbrück (mika). Der ostwestfälische Fleischkonzern Tönnies kauft brasilianisches Rindfleisch und importiert es nach Europa. Dieses Handelsgeschäft ist Ausgangspunkt einer aktuellen Geschichte des Magazins „Spiegel“ unter dem Titel: „Wie Rindfleisch aus dem abgeholzten Regenwald in Europa landet“.

Der riesige weltweite Hunger auf Rindfleisch füge dem Regenwald starken Schaden zu und befeuere damit auch den Klimawandel, stellen die Autoren fest.

Laut „Spiegel“ geht es um mehrere hundert Tonnen Rindfleisch pro Jahr, die Tönnies beziehe und derzeit nur nach Italien liefere. Ein Tönnies-Sprecher bestätigte Importaktivitäten, doch Produkte aus Brandrodungsgebieten würden nicht geduldet, auch nicht für den italienischen Markt.

„Wir verurteilen Tierhaltung auf Flächen, die durch Brandrodung des Regenwaldes in Brasilien zum Opfer gefallen sind“, so Tönnies dazu. Neben Tönnies sollen ein Dutzend deutsche Firmen zwischen 2017 und 2022 mindestens 5.455 Tonnen Fleisch importiert haben, die „aus abgeholzten Regionen stammen könnten“.

Der Bezug von einem Schlachthof im Bundesstaat Mato Grosso lege die Herkunft aus Amazonas-Gebiet nahe. Doch mangels Belegen könnten sich weder Importeure noch Journalisten sicher über die Lieferkette sein.

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