Gericht verurteilt Ex-Jobcenter-Mitarbeiterin wegen Betrugs

Erol Kamisli

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Urteil (© Symbolbild: Pixabay)

Lemgo/Bad Salzuflen. Das Amtsgericht Lemgo hat eine Ex-Mitarbeiterin des Jobcenters in Bad Salzuflen wegen 24-fachen Computerbetrugs zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Die geständige 55-Jährige hatte von 2014 bis 2016 rund 45.000 Euro auf ihr eigenes Konto überwiesen.

„Ich war unglücklich verliebt und in großer finanzieller Not, daher habe ich einfach die Gelegenheit genutzt", sagte die Angeklagte, die inzwischen ihre Stelle beim Jobcenter gekündigt hat und derzeit als Fußpflegerin in Soest arbeitet. Die zweifache Mutter hatte Kontodaten von ehemaligen Hartz-IV-Empfängern geändert und so die Gelder auf ihr Girokonto überwiesen. Der Betrug fiel erst auf, als eine Ex-Leistungsbezieherin immer wieder Briefe vom Jobcenter erhielt, obwohl sie seit Jahren keine Unterstützung mehr brauchte.

Nun muss die Angeklagte die gesamte Summe zurückzahlen. „Wir haben bereits 14.000 Euro bei Freunden und Familienmitgliedern eingesammelt", erklärte ihr Anwalt Jochen Libertus. Das Geld soll in den nächsten Tagen auf das Konto des Jobcenter eingezahlt werden. Die restlichen 31.000 Euro soll sie in monatlichen Raten in Höhe von 300 Euro abstottern. „Es zeugt schon von sehr großer krimineller Energie, dass sie ihre Befugnisse missbraucht und über einen sehr langen Zeitraum öffentliche Gelder veruntreut haben", sagte Richterin Ute Jürgens in ihrer Urteilsbegründung.

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