Lemgo. Es ist nur eine erste Ahnung dessen, was da kommen könnte. Aber was für eine... Das Planungsbüro „tobeStadt" aus Frankfurt am Main hat einige Ideen für die Gestaltung des ersten echten Lemgoer Campus präsentiert. Zwischen Hochschule, Lipperlandhalle, Berufskollegs, Fraunhofer, CIIT und Verwaltungsgebäuden schlägt Torsten Becker (tobe) einen Boulevard, Wiesen, Plätze und ein zentrales Gebäude vor.
Dabei sieht es nach Angaben von Stadtplanerin Berit Weber ganz danach aus, als ob das Wäldchen in Richtung Steinstoß fast komplett erhalten bleiben könnte – mitsamt den Tonkuhlenteichen. Zwischenzeitlich hatte es Überlegungen gegeben, auch das Wäldchen zugunsten des weiteres Ausbaus von Fachhochschule & Co. zu opfern.
Das Leben soll pulsieren
„Doch topographisch ist das schwierig", verweist Berit Weber auf eine steile Abbruchkante, die das Hochschulareal vom Wäldchen trennt. Verloren ist Letzteres, das damit vorerst nur „absolute Baulandreserve" bliebe, für die Hochschule aber nicht. Nach Angaben von Planer Torsten Becker ist es geeignet, um mit neu angelegten Wegen ein Ort der Erholung zu werden.
Für den Campus selbst will Torsten Becker mit den Vorschlägen die Diskussion erst anstoßen. Nach Worten von Markus Baier, dem städtischen Geschäftsbereichsleiter Stadtplanung und Bauen, soll diese bis Mai in ein Konzept münden. In einer Planungswerkstatt würden die beteiligten Institutionen, Firmen, Studenten sowie Anwohner an 3-D-Modellen Landschaftsarchitekt spielen. Das Geld dafür kommt von der nordrhein-westfälischen Städtebauförderung.
Auch bei Boulevard, Wiese und Campus-Mitte (siehe Infokasten) wäre das Land als „Sponsor" wieder im Spiel, sagt Baier, während die Erschließung unter anderem die Stadt wuppen müsste. Bei den Gebäuden wiederum seien neben der öffentlichen Hand auch private Investoren (Stichwort: CIIT) gefragt. Ziel des Ganzen ist laut Torsten Becker: „Der Campus soll nicht länger isoliert auf einem Hügel liegen." Die Umsetzung ist für die Jahre 2019 bis 2021 vorgesehen.