Das Konzept für Innovation Campus steht fest

Alexandra Schaller

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Sie denken groß: (von links) Professor Dr. Stefan Witte von der Hochschule OWL, Stadtplanerin Berit Weber, Geschäftsbereichsleiter Stadtplanung und Bauen Markus Baier und Torsten Becker vom Planungsbüro „tobeSTADT" aus Frankfurt. - © Alexandra Schaller
Sie denken groß: (von links) Professor Dr. Stefan Witte von der Hochschule OWL, Stadtplanerin Berit Weber, Geschäftsbereichsleiter Stadtplanung und Bauen Markus Baier und Torsten Becker vom Planungsbüro „tobeSTADT" aus Frankfurt. (© Alexandra Schaller)

Lemgo. "Think Big - Denken Sie groß" ist auf dem überdimensionalen Bleistift auf dem Rednerpult zu lesen. Seit Herbst tun die Verantwortlichen von Hochschule, Stadt und Kreis genau das mit dem Projekt Innovation Campus Lemgo. Nun sind die in der Konzeptstudie entwickelten Pläne der Öffentlichkeit bei einer Auftaktveranstaltung in der Lipperlandhalle vorgestellt worden.

Und die Lemgoer zeigten sich interessiert. Mehr als 140 von ihnen waren gekommen - darunter Anwohner, Politiker aber auch Studenten der Hochschule. Der Tenor von Kämmerer Dirk Tolkemitt und Torsten Becker vom Planungsbüro "tobeSTADT" aus Frankfurt war bei Vorstellung der Pläne schnell klar: Eine bessere Vernetzung zwischen dem neuen Campusareal und der historischen Altstadt muss her. Und: Der Campus an sich muss attraktiver werden.

Das sah auch eine der anwesenden Lemgoerinnen so, die namentlich nicht genannt werden möchte: "Wenn ich durch die Innenstadt gehe, dann frage ich mich häufig, wo denn jetzt die mehr als 3000 Studenten eigentlich alle sind." Das Problem: Viele kommen lediglich zum Studieren nach Lemgo, leben hier aber nicht. "Im Rahmen des Innovation Campus sollte auch an die Schaffung von Unterkünften gedacht werden", warf ein anderer Zuhörer während der Diskussion ein.

"Möglichkeiten hierfür gibt es", erklärte Becker. Schließlich stünden auf dem neuen Campusareal jede Menge Freiflächen zur Verfügung, die ganz unterschiedlich genutzt werden könnten. Laut Becker müsse aber definitiv ein zentraler Campusmittelpunkt geschaffen werden. Wenn es nach seinen Plänen geht an Stelle der jetzigen Kleingartenanlage. "Ein zentraler Ort, wo man sich in Bistro oder Café auch mal ganz informell treffen kann."

Von der Campusmitte aus würde dann ein Boulevard zum Hauptgebäude der Hochschule führen, während in westliche Richtung eine große Wiese entstehen soll, die zum sich anschließenden Wäldchen führen würde. Und auch die Gebäude stehen unter anderem auf dem Prüfstand: "Das Hauptgebäude der Hochschule ist in die Jahre gekommen, hat aber Potenzial - daraus könnte man so einiges machen", meint Becker.

Dennoch: Die Verknüpfung Campus und Innenstadt gelte es nicht aus den Augen zu verlieren. Eine Angst, die auch viele der Zuhörer umtreibt. "Die Kernstadt soll durch den Innovation Campus nicht geschwächt werden, sondern beide Bereiche sollen sich künftig ergänzen", unterstreicht Fachmann Torsten Becker.

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