Acht Fakten zum Rollator

Nele Wehmöller

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Praktische Gehhilfe: Fakten zum Rollator - © dpa
Praktische Gehhilfe: Fakten zum Rollator (© dpa)

Bad Salzuflen. Am Donnerstag, 22. September, findet in Bad Salzuflen der Rolltatortag statt. Wir haben ein paar Fakten zum Rollator zusammengestellt.

1. Erfindung: Erstmals wurde von Heinrich Jakob Bechhold 1916 ein "lenkbares Gehrad" beschrieben und abgebildet. 1978 erfand die Schwedin Aina Wifalk, die aufgrund einer Kinderlähmung gehbehindert war, dann den Rollator in seiner heutigen Form.

2. Produktname: Die Bezeichnung "Rollator" setzte sich mit der Zeit weltweit als Gattungsbegriff durch. So wird er nicht nur in Deutschland und Schweden, sondern zum Beispiel auch in Russland und Finnland "Rollator" genannt.

3. Kosten: Die Preise variieren laut Sebastian Ruddigkeit vom Vitalzentrum Kühlmuss und Budde in Detmold zwischen 80 Euro für die Standardausführung und bis zu 415 Euro für einen sogenannten Premiumrollator.

4. Premiumrollator: Während die Standard-Modelle, die auch von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden, acht Kilogramm wiegen, kommen die hochwertigeren Rollatoren deutlich leichter daher. Mit 6,5 Kilogramm lassen sie sich mit einer Hand zusammenklappen. Aufgrund größerer Räder können sie auch Feldwege und unebene Straßen befahren.

5. Extras: Neben einem Rückengurt zum besseren Sitzen, einer Einkaufstasche oder zusätzlicher Beleuchtung können die Rollatoren auch mit einem Regen- beziehungsweise Sonnenschirm, Trinkhalterung oder Tablett ausgestattet und auf die individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Auch ein Schloss gibt es, um zum Beispiel die Premiumrollatoren abzuschließen und vor Dieben zu sichern.

6. Richtige Höheneinstellung wichtig: Der Rollator sollte nicht vor sich hergeschoben werden wie ein Einkaufswagen, sondern es muss mit ihm gegangen werden. Sonst kann es zu falschen Köperhaltungen kommen. Der Rollator sollte daher mit leicht angewinkelten Ellenbogen geschoben werden wie Rehaberater Sebastian Ruddigkeit vom Detmolder Vitalzentrum Kühlmuss und Budde rät.

7. Trotz Rollator fit: Gymnastikübungen, die für den Umgang mit einem Rollator erfunden wurden, können helfen, die Mobilität wieder zu erlangen oder fitter zu werden. Dabei kann sowohl der Umgang mit dem Gerät geübt, als auch eine Stärkung der Muskulatur und der allgemeines Fitness angestrebt werden.

8. Rollator-Führerschein: Beim Rollatortag können die Besucher einen speziellen Parcours absolvieren und dabei die sichere Nutzung von Bus und Bahn mit dem Rollator trainieren. Anschließend erhalten sie einen Rollator-Führerschein.

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