<p data-end="1269" data-start="856">Bad Salzuflen. Es hätte ein Triumphzug werden können – und wurde es am Ende auch, nur anders als gedacht: Als die Bad Salzufler Band Soulbound am vergangenen Samstagabend auf dem legendären Wacken Open Air die Bühne betrat, setzte erneut starker Regen ein. Der Auftritt fiel buchstäblich ins Wasser. Und doch war es für Sänger Johannes Stecker und seine Band einer der wichtigsten Abende ihrer Karriere.</p> <p data-end="1743" data-start="1271">„Wacken ist wortwörtlich ins Wasser gefallen“, sagt der Frontmann rückblickend. Viele der zehntausend Besucherinnen und Besucher hatten das Gelände zu diesem Zeitpunkt bereits verlassen. Matschige Wege, Erschöpfung und die Sorge, mit dem Auto nicht mehr vom Gelände zu kommen, hielten selbst eingefleischte Metal-Fans davon ab, bis zur Bühne vorzudringen. „Uns haben zahlreiche Nachrichten erreicht von Leuten, die uns sehen wollten, es aber nicht mehr geschafft haben.“</p> <h2 class="Zwischenzeile">Technische Probleme</h2> <p data-end="2371" data-start="1745">Dennoch spielte die Band – und wurde belohnt. Zwar gab es technische Probleme, auch wegen der durchweichten Festivaltechnik, doch Soulbound hielt durch. „Früher hätten uns solche Ausfälle vielleicht aus dem Konzept gebracht, heute bleiben wir stabil und halten den Fokus“, sagt Stecker.</p> <p data-end="2371" data-start="1745">Als die Band ihren Song „Undone“ spielte, zückten einige Fans im Regen plötzlich Leuchtstäbe – dieselben, die die Gruppe auf ihrer letzten Tour verteilt hatte. „Ein kleiner Moment, der sich eingebrannt hat“, so der Sänger. „Trotz der Umstände – Regen, Schlamm, Kälte – waren diese Menschen da, sind geblieben und haben mit uns gefeiert.“</p> <p data-end="2695" data-start="2373">Dass Soulbound in Wacken überhaupt auftreten durfte, ist für die Gruppe aus Ostwestfalen ein Meilenstein. „Wacken ist mehr als nur ein Festival, es ist eine Institution“, betont Johannes Stecker. „Dass wir dort stehen durften, ist eine starke Bestätigung für unseren Weg – auch weil wir nie den leichten genommen haben.“</p> <h2 class="Zwischenzeile">Arbeit am Album</h2> <p data-end="3088" data-start="2697">Normalerweise spielt die Band vor 300 bis 350 Leuten – in Wacken sind es im Normalfall Tausende. Für Soulbound war es das erste Mal auf diesem Festival. Doch nach der Premiere ist vor dem nächsten Schritt: Im Herbst geht die Band als Special Guest mit MONO INC. auf große Hallentour durch Deutschland und die Schweiz. Und für Frühjahr 2026 ist bereits eine eigene Headliner-Tour geplant.</p> <p data-end="3592" data-is-last-node="" data-is-only-node="" data-start="3090">Parallel arbeitet die Band an ihrem nächsten Album: „sYn“, eine Auseinandersetzung mit dem Begriff „Sünde“, soll im Januar 2026 erscheinen. „Es wird unser bisher kompromisslosestes Album, mit viel Haltung und Tiefgang“, sagt Stecker. Für die Bandmitglieder, die nach wie vor nicht von ihrer Musik leben können, ist das ein Kraftakt. „Aber genau deshalb bedeutet es uns auch so viel.“ Und Wacken? Wird ihnen im Gedächtnis bleiben – als der Abend, an dem Gummistiefel und Leuchtstäbe den Takt angaben.</p>