Detmold. Seit dem Sommer proben knapp 60 Lipper für den Märchenabend unter dem Titel „Die Legende von Tanqigcaq“, berichtet Andreas Wegwerth, künstlerischer Leiter des Community-Dance-Projektes der Peter Gläsel Stiftung. „Der Stoff ist ein Innuit-Märchen. Darin geht es um eine Seehundfrau, die zum Menschen wird, sich aber so sehr nach dem Meer sehnt, dass sie am Ende dorthin zurückkehrt“, sagt Wegwerth. Die Choreografinnen Kirsteen Mair und Patricia Struffolino haben den märchenhaften Stoff in Tanz umgesetzt.
Das Projekt, darauf ist Wegwerth durchaus stolz, sei ein weiterer Beleg dafür, wie „ResiDance“ immer stärker in die Region hineinwachse. „Wir haben ja nach unserem jüngsten Projekt mit Royston Maldoom, das war 2010, angefangen, nicht nur mit unseren festen Gruppen zu arbeiten, sondern auch noch zusätzliche Projekte anzubieten, um weitere Gruppen und Menschen einzubinden“, sagt Wegwerth. Die Lebenshilfe, mit der „ResiDance“ von Anfang an zusammengearbeitet habe, sei nach wie vor mit von der Partie - Wegwerth: „Das ist also auch wieder ein inklusives Projekt“ -, diesmal seien darüberhinaus aber auch Kinder aus der St. Elisabeth Stiftung dabei. „Die bringen noch einmal eine ganz neue, erfrischende Dynamik in die Inszenierung“, sagt der künstlerische Leiter.
Außerdem brächten sich bei der „Legende von Tanqigcaq“ zahlreiche Erwachsene nicht nur tanzend auf der Bühne ein, sondern hätten darüber hinaus Bühnenbild und Kostüme selbst entworfen – natürlich nach Abstimmung mit den Projektleitern Ray und Lea Moses. „Das ist wirklich toll, wie engagiert die Leute bei der Sache sind“, sagt Wegwerth.
Insgesamt umfasse das Ensemble drei Generationen - und soll sich auch an Zuschauer aus diesen drei Generationen richten. Die Detmolder Märchenerzählerin Helga Beckmann liest in der Aufführung die bewegende Geschichte vor, die dann von den mehr als 50 Tänzern auf der Bühne zum Leben erweckt wird. „Das ist ein richtiges Familienmärchen. Kinder ab sechs Jahren verstehen die Geschichte auf jeden Fall“, sagt Andreas Wegwerth. Zum einen sei das Märchen, von dem es im übrigen zahlreiche Versionen und Überlieferungen gebe, in einer ganz einfachen Sprache erzählt - „und zum anderen ist der Anteil des Tanzes deutlich höher als der textliche Anteil“, so der künstlerische Leiter.
Musik gibt es natürlich ebenfalls. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Inga Petrosian.
Die Aufführung beginnt am Samstag, 15. November, um 18 Uhr im Detmolder Sommertheater an der Neustadt 24. Tickets kosten 10 Euro, ermäßigt 5 Euro.
Die Karten können bei Andreas Wegwerth unter 05231-3082611 oder per E-Mail an a.wegwerth@pg-stiftung.net vorbestellt werden. Abgeholt werden sie dann an der Abendkasse.