Detmold. Die St.-Elisabeth-Stiftung als Verwalterin des Hauses Bonifatius am Wallgraben führt derzeit Gespräche mit der Stadtverwaltung. Diese muss weitere Flüchtlinge unterbringen. Das Altenheim kommt dafür in Frage.
Geschäftsführer Reinhard zum Hebel sagte, die Stadt sei an die Stiftung herangetreten. „Wir haben unsere Bereitschaft signalisiert, wenn der Bedarf da ist.“ Das Haus wird seit 1953 als Altenheim genutzt, war zuvor eine Kirche. Es gehört der katholischen Gemeinde Heilig Kreuz und hat bislang 30 Bewohnern Platz geboten. Zurzeit steht das Haus leer, es wird vom kommenden Sommer an umgebaut.
Flüchtlinge könnten für ein halbes Jahr einziehen. „In der Not wollen wir helfen“, so zum Hebel. Stadt-Sprecherin Petra Schröder Heidrich sagte zu, dass Anwohner zeitnah informiert werden: „Und zwar, wenn die Pläne konkret sind.“
In Remmighausen laufen die Vorbereitungen für die Unterbringung von Flüchtlingen „In den Ellern“. Eine Anwohnerversammlung zog rund 150 Teilnehmer an, eine Gruppe Ehrenamtlicher hat sich gegründet. Außerdem werden weiterhin Gespräche zum ehemaligen Altenheim an der Unteren Schanze und anderen Immobilien geführt. Vom Tisch ist dagegen der Erotik-Club an der Wittekindstraße. Hier hat sich die Stadt nach eigenen Angaben nicht mit dem Eigentümer einigen können.
Darüber hinaus werden weitere Objekte gesucht – immerhin, so Ilona Oesterhaus, Fachbereichsleiterin Soziales, wisse niemand, wie sich die Situation 2016 weiterentwickelt.