Netzwerk „Zuhause sicher" gibt Tipps zum Schutz vor Einbrechern

Mit vielen Aktionen bieten Polizei, Feuerwehr und ihre Partner in einer Info-Woche Sicherheitstipps

Sven Koch

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Allein in diesem Jahr haben Einbrecher in Lippe 200 Mal zugeschlagen. Die Polizei empfiehlt: Wer sein Haus entsprechend sichern lässt, verringert die Gefahr, zum Opfer zu werden. - © Zuhause sicher
Allein in diesem Jahr haben Einbrecher in Lippe 200 Mal zugeschlagen. Die Polizei empfiehlt: Wer sein Haus entsprechend sichern lässt, verringert die Gefahr, zum Opfer zu werden. (© Zuhause sicher)

Detmold. Seit zehn Jahren gibt es das Netzwerk „Zuhause sicher". Es ist eine von der Polizei ins Leben gerufene Schutzgemeinschaft, die das Bewusstsein für Einbruch- und Brandschutz stärken will. Nächste Woche gibt es eine Ausstellung im Hauptgebäude der Lippischen Landes-Brandversicherung an der Simon-August-Straße und viele Aktionen.

Mitglied im Netzwerk sind öffentliche Institutionen wie Polizeibehörden, Handwerkskammern und Kommunen sowie Handwerksbetriebe und Unternehmen, die sich mit Gebäudeschutz auskennen. Christian Weicht, bei der Polizei zuständig für Prävention, erklärt: Die Erfolgsquote sei groß. Wer sein Haus entsprechend sichere, verringere die Wahrscheinlichkeit von Einbrüchen massiv. Allein in diesem Jahr habe es bereits 200 in Lippe gegeben. Außerdem gebe es für Schutzmaßnahmen Fördergelder vom Land.

Beratung vor Ort: Eröffnet wird die Ausstellung am Montag, 9. Mai, um 15.30 Uhr von Landrat Dr. Axel Lehmann. Täglich sind Fachberater von Feuerwehr und Polizei sowie Handwerksbetriebe in der Ausstellung und stehen für Fragen zur Verfügung – jeweils von 8.30 bis 18 Uhr und Freitag bis 16 Uhr.

Wie Einbrecher einbrechen: Praktische Vorführungen gibt es am Dienstag, 10. Mai. Wer selbst einmal Einbrecher spielen möchte, darf das unter den Augen der Kriminalpolizei hier tun und testen, wie schnell ein Fenster aufgehebelt werden kann.

Zehn Jahre Schutz: Seit fast zehn Jahren können Häuser und Wohnungen in Lippe mit einer Plakette ausgestattet werden. Diese informiert darüber, dass die Gebäude nach dem empfohlenen Sicherheitsstandard der Polizei gesichert worden sind. Was man dafür tun muss, wird am Mittwoch, 11. Mai, vermittelt.

Einbruchschutz kann jeder: Auch einfache Maßnahmen können Einbrecher abhalten. Welche, das erklärt die Polizei am Donnerstag, 12. Mai.

Rauchdemo und Feuertrainer: Wie Feuer sicher bekämpft wird, vermittelt die Feuerwehr: Vor der Versicherung platziert sie einen Feuertrainer, an dem sich das Löschen von Fett simulieren lässt. Zusätzlich wird an einem Modellhaus gezeigt, wie sich Rauch verteilt und wo Rauchmelder anzubringen sind.

Information

Tipps zum Schutz vor Einbrechern

Einbrecher steigen tagsüber und nachts ein. Häufig geschieht es tagsüber, gerade dann, wenn die Bewohner „nur mal kurz weg" sind. Besonders in den Wintermonaten machen sie sich die früh einbrechende Dunkelheit zu nutze. Die Täter haben es eilig und nutzen jede günstige Gelegenheit. Eine „Kultur des Hinsehens" mache es Einbrechern schwer.
Die Polizei empfiehlt unter anderem:

  • Vermeiden Sie es, Schlüssel draußen zu verstecken, um sich zum Beispiel bei einem unfreiwilligen Aussperren helfen zu können. Einbrecher kennen fast jedes Versteck.

  • Verschließen Sie Fenster, Balkon und Terrassentüren, auch wenn Sie nur kurz weggehen – denn gekippte Fenster sind offene Fenster.

  • Lassen Sie Rollläden nur nachts herunter, sonst entsteht tagsüber der Eindruck, Sie seien nicht da.

  • Verschließen Sie stets Türen von Kellern und Dachböden.

  • Lassen Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus bei längerer Abwesenheit durch Ver-wandte, Bekannte, Nachbarn bewohnt erscheinen: Briefkasten leeren, Rollläden, Vorhänge, Beleuchtung, Radio und Fernseher sollten unregelmäßig betätigt werden.

Die Präventionsspezialisten zeigen auf, wie Häuser und Wohnungen geschützt werden können. Beratungstermine unter Tel. 05231-6091372.

Weitere Tipps gibt die NRW-Polizei im Internet, zum Beispiel unter den Adressen www.polizei.nrw.de und www.zuhause-
sicher.de

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