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Detmold

Zukunftsperspektiven: Nina Herrmann gibt Tipps zur Stressbewältigung

Detmold. Die Zunge gehört nach unten, die Arme nach oben – dann könnte es sein, dass die Körpermitte im Zustand der Entspannung ist. Weiterbildung kann Spaß machen und überraschen, so hat sie Nina Hermann gestern im Hangar 21 in der Reihe Zukunftsperspektiven 2016 rübergebracht.

Ein bisschen Schützenhilfe hatte sie vorab von Andreas Wegwerth von der Peter-Gläsel-Stiftung bekommen, denn der hatte erst einmal alle in Bewegung gebracht und sie mit Lockerungsübungen vorbereitet. Und es trafen sich einige zum Gruppentanz, denn die Veranstaltungsreihe, die die LZ gemeinsam mit der Akademie Weidmüller, Augen Ärzte OWL und der Akademie Denkflügel organisiert, war gut besucht.

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Thorsten Engelhardt, Chef vom Dienst der LZ, moderierte launig an und lieferte das Stichwort für die 38-Jährige, als er ein Superman-Kostüm aus der Tüte zog. Herrmann, die vor Jahren einen Burnout erlebt hatte, sprach über Stress, wie man ihn erkennt, wo man ihn körperlich wahrnimmt und wie man „Superheldenkräfte" aktiviert und zu guter Letzt ein Team mit ihm bilden kann. Und so kam sie auf die Zunge. „Wenn sie am Gaumen klebt, dann ist das schlecht. Wenn sie sich im Mund unten befindet, dann ist das gut. Prüfen Sie immer mal wieder, wo sie sich befindet", erklärte Herrmann.

Sich bewusst zu machen, wie der Körper reagiert, sei hilfreich, um sich gezielt auf eine schwierige Situation vorzubereiten. „Wenn Sie die Schultern nach vorne ziehen, der Kopf eher runter hängt, dann signalisieren Sie anderen, dass Sie sich in einer schwachen Position befinden", erklärte Herrmann, die in ihrem ersten Berufsleben Erzieherin war, später eine Führungsposition in einem großen Unternehmen inne hatte und nach dem Burnout die Weiterbildung für sich entdeckt hatte.

Die Symptome für diese Krankheit seien schleichend, zuletzt, so erzählte sie, habe sie nicht gewusst, wie sie die leere Teetasse in die Spülmaschine räumen konnte. Der Stress sei allerdings kein Feind. „Er ist sinnvoll, weil er in Gefahrensituationen das Leben retten kann. Er spornt auch zu Höchstleistungen an, und auch das brauchen wir, den Erfolg." Allerdings sei es angebracht, sich Pausen einzuräumen und ganz bewusst etwas zu machen, was gar nichts mit der Arbeit zu tun hat. „Atmen Sie ruhig ein und aus und zählen Sie, denken Sie nur daran", riet sie den Besuchern.

Wer glaube, keine Superkräfte zu besitzen, dem empfahl sie, einmal alle Talente aufzuschreiben. „Sie werden sich gut fühlen und den Tag ganz anders beginnen."

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