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Detmold

Ex-Rekruten treffen sich seit 50 Jahren regelmäßig

Detmold. Die Zeit beim "Bund" schweißt ganz offenbar zusammen - im Falle von zwölf Männern aus Detmold und Umgebung bereits seit 50 Jahren. So lange haben die ehemaligen Rekruten den Kontakt bisher gehalten.

Am 3. Oktober 1960 waren die Lipper in die Kaserne nach Höxter einberufen worden, um dort zu Panzergrenadieren ausgebildet zu werden. Ab Juni 1961 dienten sie dann gemeinsam beim Panzergrenadierbataillon 12 in Osterode am Harz und erlebten dort, wie die DDR im August des gleichen Jahres die Berliner Mauer baute und die Grenzen abriegelte. Für die jungen Soldaten bedeutete das eine dreimonatige Verlängerung ihrer Dienstzeit durch eine Wehrübung - "immer die nahe Grenze zur DDR vor Augen mit der Angst, in einen Bruderkrieg verwickelt zu werden", wie Siegfried Rolef, einer der Männer, jetzt in einer Pressemitteilung schrieb.

Seit Jahren treffen sich die ehemaligen Reservisten immer wieder - samt ihren Partnerinnen. Das 50-jährige Bestehen ihrer Kameradschaft feierten sie jetzt im Gästehaus des Kreises Lippe auf Norderney. Gefeiert wurde bei der Gelegenheit auch der Tag der Deutschen Einheit, denn der Fall der Mauer und die Vereinigung beider deutscher Staaten habe schließlich jedem Soldaten Ängste genommen, so Siegfried Rolef.

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