Im Wilberger Club "Red Horn District" treten internationale Musikgrößen auf

Seit 2008 gibt es den privaten Club , der von seinem Gründer 
und dessen Freundeskreis stetig weiterentwickelt wird

148ÿTorben Gocke

  • 0
Gemeinsam zu Werke: Wenn es im „Red Horn District" etwas zu tun gibt, kann sich Jörg Thienelt (Mitte, orangefarbenes T-Shirt) auf die Musiker seines Freundeskreises verlassen. Wer Zeit hat, packt mit an.  - © Torben Gocke
Gemeinsam zu Werke: Wenn es im „Red Horn District" etwas zu tun gibt, kann sich Jörg Thienelt (Mitte, orangefarbenes T-Shirt) auf die Musiker seines Freundeskreises verlassen. Wer Zeit hat, packt mit an.  (© Torben Gocke)

Horn-Bad Meinberg/Wilberg. Im kleinen Ortsteil Wilberg zwischen Bad Meinberg und Schmedissen treten oft international bekannte Musikgrößen auf. Und zwar im Club „Red Horn District". Gerade wird in den Räumen tatkräftig umgebaut.

Einige Häuser rechts und links der Straße, ein Hof hier und eine Scheune da, des Öfteren ein Auto des Kreises Lippe am Straßenrand, aus dem heraus die zu schnell Fahrenden fotografiert werden. Auf den ersten Blick fällt hier also nichts aus der Reihe, was es nicht auch andernorts zu erleben gäbe. Bei einem zweiten Blick jedoch wird schnell deutlich: Wilberg ist nicht wie jeder andere Ort.

Information

Konzerte ohne Eintrittsgeld

„Nichtkommerziell" ist das große Schlagwort bei allem, was in den Räumen der alten Wassermühle in Wilberg passiert. „Es geht hier wirklich ausschließlich um die gemeinsame Freude an der Musik", fasst es Jörg Thienelt zusammen. Entsprechend gebe es etwa keinen Eintritt wie bei gewerblichen Clubs. Seinen Namen hat das „Red Horn District" durch die persönliche Bekanntschaft der Gründer zum Jazzmusiker Nils Landgren, der aufgrund seiner roten Posaune seinen Spitznamen erhalten hat.

Auf wenigen Metern gibt es hier unter anderem ein Thai-Restaurant mit Gästen weit über die Kreisgrenzen hinaus, eine Firma, die mit Gebäudesprengungen ihr Geld verdient, sowie einen Swinger Club – und eben einen sehr exklusiven Konzertort, der in einschlägigen Musikerkreisen international bekannt ist. Dass sich der „Red Horn District" einen Namen machen konnte, ist dem Engagement von mehr als einem guten Dutzend Freiwilligen zu verdanken, die sich hier verschiedentlich einbringen.

An erster Stelle ist wohl Jörg Thienelt zu nennen. Er ist quasi der Vater des Ganzen, der mit einer Hand voll Weggefährten 2008 den „Red Horn District" ins Leben gerufen hat. „Ich habe mir damit einen Traum erfüllt, den ich immer für mein Rentenalter vor Augen hatte", verrät der Ruheständler am Rande eines Arbeitseinsatzes in den Räumlichkeiten. Im Verlauf seines Lebens sei er viel durch die Welt gereist, und die Musik habe für ihn immer im Mittelpunkt gestanden. „Für die Zeit danach wollte ich dann einen Ort wie diesen hier haben", setzt er während eines kleinen Rundganges fort.



Ursprünglich war das Gebäude einmal eine alte Wassermühle mit angeschlossenem Wohnraum. Eine Vergangenheit, die heute noch an vielen Stellen zu sehen ist. Insgesamt jedoch hat das Gebäude eine regelrechte Metamorphose hinter sich. Befeuert vom Tatendrang seines Gründers und dessen Freundeskreis ist auf verschiedenen Ebenen ein Club-Bereich entstanden, der keinen Vergleich mit Pendants in Großstädten fürchten müsste.

Jörg Thienelt und mehr als ein Dutzend Freiwilliger und Freunde – unter anderem aus dem Umfeld der Hochschule für Musik in Detmold – haben hier eine wahre Spielwiese für Musiker und Musikfreunde geschaffen, die stetig nach Erweiterung schreit. Denn: „Zu tun haben wir hier immer etwas", freut sich der Club-Gründer.

Weitere Informationen zum Club „Red Horn District" und zu dessen Programm gibt es unter www.redhorndistrict.de im Internet.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2018
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!