Horn-Bad Meinberg. Wer derzeit von der B1 Horn anfährt, muss die richtige Abfahrt wählen. Erfolgversprechend ist nur die Anfahrt über das Waldschlösschen oder über Bad Meinberg. Wer die Abfahrten Bellenberg und Leopoldstal nimmt, muss kurz vor Horn wenden. Für Nicht-Ortskundige kann es aktuell schwierig werden bei den vielen Straßensperrungen in Horn. Ärgerlich ist, dass auf der B1 an den Abfahrten entsprechende Hinweise fehlen. Die Leopoldstaler Straße ist derzeit eine Einbahnstraße stadtauswärts, was gleichzeitig auch die B1-Abfahrt Leopoldstal Richtung Horn nutzlos macht. Das wird laut Stadt noch bis Ende November der Fall sein. Wer es stattdessen bei der nächsten Abfahrt Bellenberg Richtung Horn versucht, steht kurze Zeit später ratlos vor der Baustelle am Bahnübergang Steinheimer Straße. Dort saniert die Bahn derzeit die bisher recht holprige Überfahrt über die eingleisige Strecke. Zwar waren bisher zwischen den Schienen schon spezielle Strail-Platten verbaut, um die Überfahrt für die Autofahrer angenehmer zu machen, aber wegen der Wellen hatten immer wieder Lastwagen aufgesetzt. Weil die Bahnstrecke dort in einer Kurve verläuft, sind die Schienen leicht gekippt. Komplett werden die Wellen also auch nach dem Umbau nicht verschwunden sein. Aber die Bahn bemüht sich, die Straße sanfter an das Schienenniveau anzugleichen. Das wird bis zum 22. Oktober dauern. So lange ist die Haupt-Zufahrt zum Gewerbegebiet Horn von der B1 über den Hessenring also zu. Die Umleitung ist zeitaufwendig. Sie führt über die Steinheimer Straße wieder stadtauswärts Richtung Vahlhausen, dort über die kurvenreiche Vahlhausener Straße am Waldbad vorbei nach Bad Meinberg und dann über die B239 und die Bahnhofstraße zurück nach Horn. Wer so aus Bad Meinberg über die Bahnhofstraße in den Ort kommt, kann darüber nicht weiter Richtung Innenstadt und Mittelstraße fahren. Denn im letzten Teilstück ab der Tillestraße ist die Bahnhofstraße derzeit stadtauswärts eine Einbahnstraße. Das führt vermutlich derzeit auch zu weiterem Verkehr auf der Kampstraße, weil über diese stattdessen die Mittelstraße zu erreichen ist. Und dass, obwohl die Anwohner dort schon über den zunehmenden Verkehr durch das Fachmarktzentrum klagen. Gesperrt ist aktuell auch der innerstädtische Teil der Steinheimer Straße. Grund hierfür sind die Sanierung einer maroden Wasserleitung sowie die Verlegung neuer Hausanschlüsse im Auftrag der Stadtwerke. Erst Ende Oktober sollen beide Straße wieder offen sein. Immerhin: Der Teil des Hessenrings zwischen Siemensstraße und Carl-Zeiss-Straße Nordstraße, den die Stadt seit dem 13. Oktober mit einer neuen Fahrbahndecke versehen und deshalb gesperrt hatte, ist inzwischen fertig. Zwar fehlen noch die Markierungen, aber die Straße ist wieder befahrbar. Für die verkehrsrechtliche Anordnungen ist der Kreis Lippe zuständig. Die Straßenverkehrsbehörde habe die vier Maßnahmen angeordnet, bestätigt die Pressestelle auf Anfrage. Neben den Arbeiten im Bereich Mittelstraße/Bahnhofstraße/Steinheimer Straße erneuere die Firma Wesernetz am Bahnhof Leitungen. Am Bahnübergang gehe es um die Gleisbauarbeiten und eine Deckensanierung im Kreuzungsbereich und bei der Leopoldstaler Straße um den barrierefreien Umbau einer Bushaltestelle. Die Maßnahmen an der Mittelstraße/Steinheimer Straße sowie an der Bahnhofstraße hätten leider nicht fristgerecht abgeschlossen werden können, sodass nun die vier Sperrungen zeitgleich liefen, so der Kreis. Die von der Stadt angeordneten Sanierungsarbeiten an den Wasserleitungen hätten sich aufgrund baulicher Problematiken verlängert, die sich erst nach Beginn der Arbeiten herausgestellt hätten. Gleiches gelte für die Baustelle im Bereich des Bahnhofes. Die Schulbusse könnten fahren, müssten allerdings über die B1 zurück, was zu Verzögerungen führen könne. Der Bahnübergang ist ab Donnerstag, 6 Uhr, wieder befahrbar. Dem Kreis Lippe ist bewusst, dass die vielen Sperrungen problematisch sind und er bittet um Verständnis dafür.