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Kalletal

Mühlenfest in Bentorf lockt viele Besucher an

Gäste lernen das Innenleben des Bauwerks kennen

Vor dem Bauwerk von 1889 fühlen sich die Schweine wohl. Besonders die jungen Besucher finden an den Borstentieren gefallen. - © Foto: Sölter
Vor dem Bauwerk von 1889 fühlen sich die Schweine wohl. Besonders die jungen Besucher finden an den Borstentieren gefallen. (© Foto: Sölter)

Kalletal-Bentorf. Rund 1.000 Besucher haben beim Mühlenfest in Bentorf die Holländermühle genau unter die Lupe genommen. Besonders beliebt war das Brot und die Strohsemmel direkt aus dem Ofen. "Take me home, Country roads," haben "Die Tornados" vor der Mühle Brink beim Mühlenfest gesungen. Dabei hielten sie sich streng an den Originaltext von John Denver. Die Realität aber sah genau entgegengesetzt aus. Zum Mühlenfest waren wieder mehr als 1.000 Besucher nach Bentorf gekommen.

Museumsvereinsvorsitzender Uwe Zimmermann begrüßte viele Gäste persönlich, auch die 20 Diakonissinnen aus Marburg, die schon zum 6. Mal ihren zweiwöchigen Sommerurlaub im Kalletal verbringen, die Mühle Brink aber zum ersten Mal besuchten. Natürlich wollten die Mühlenfestbesucher das Innenleben der Holländermühle von 1889 genau kennenlernen und Manfred Gruber konnte viele Fragen nach den Geräten und den verschiedenen Mahlgängen beantworten. Die Kinder wurden auch von den Seilen zum Hochziehen der Kornsäcke angezogen und vollführten daran manchen Klimmzug.

Im Backhaus hatte Mühlenbäcker Ingo Dickewied den Ofen mit direkter Befeuerung immer voll ausgelastet, hatte Ehefrau Ute doch meist gleich eine ganze Schlange von Kunden vor sich, die Roggenweizenmischbrote, Stuten und Strohsemmel kaufen wollten. Der Name "Die Geküßte" deutete unmissverständlich an, dass diese spezielle Form von Strohsemmel mit Schokoladenfüllung zum sofortigen Verzehr vorgesehen war. Karin Fiege aus Wuppertal, zu Besuch bei ihrer Schwester Veronika Horst, strahlte beim herzhaften Hineinbeißen.

Mehr als der Mühlenbäcker schwitzte nur Fritz Kreie bei Holzfigurensäger Werner Korzen, Ehefrau Carola hatte ihm ein öffentliches Praktikum zum Geburtstag geschenkt. Unermüdlich sägte er Wichtel und Eichhörnchen für den heimischen Garten. Filigraner waren die Ergebnisse von Holz-Modellbauer Hans-Jürgen Hill mit einer Nachbildung der Dresdener Frauenkirche oder von Drechsler Hermann Ackermann, der besonders die feine Maserung von Eiben- und Olivenholz präsentierte. Gerhard Meier zeigte die Handwerkskunst des Wanderstockschnitzens und Frauen vom Heimatverein Vlotho das Spinnen von Wolle zu Garn.

Mehr Bilder zum Mühlenfest in Bentorf auf www.lz.de

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