Lippische Landes-Zeitung: Nachrichten aus Lippe, OWL und der Welt

Kreis Lippe

TV-Moderator Opdenhövel spricht über Currywurst, Grabbe und Borussia Mönchengladbach

Sportschau-Moderator: Matthias Opdenhövel. - © Sylvia Frevert

Kreis Lippe. Der Ball in der Fußball-Bundesliga rollt wieder, und ein Detmolder bringt ihn uns nach Hause. Matthias Opdenhövel moderiert die Sportschau am Samstag. Die LZ traf ihn zwischen zwei Loch beim Golfturnier in Cappel.

Verfolgen Sie das Geschehen im Lipperland? Immerhin haben Sie als Radio-Lippe-Volontär darüber berichtet!

Opdenhövel: Nicht mehr täglich, aber ich versuche schon, mich auf dem Laufenden zu halten. Ist ja auch kein Problem, denn meine Eltern und eine meiner Schwestern wohnen ja nach wie vor in Detmold.

Test: Was kostet die Currywurst bei Rudolf in der Langen Straße?

Matthias Opdenhövel: Früher immer 2 Mark und 30. Ist die etwa teurer geworden?

Etwas. Woran erinnern Sie sich, denken Sie an Ihre journalistische Sozialisation beim Radio und bei der Tageszeitung in Lippe?

Opdenhövel: Das war ein super Start für meine Karriere. man konnte als Hospitant und Volontär sehr viel lernen und ausprobieren. Meine Journalisten-Sporen habe ich mir bei Radio Lippe verdient.

Und wie war’s auf dem Grabbe?

Opdenhövel: Ich hatte eine schöne Zeit. Gute Freunde als Mitschüler, mit denen ich heute noch viel Kontakt habe. Und an unsere Schauspielaufführung von Tschechows „Der Kirschgarten" denke ich sehr gerne zurück. Da habe ich zum ersten Mal gemerkt, dass es mir großen Spaß macht, auf der Bühne zu stehen.

Haben Sie von Ihrer Sportschau-Bühne aus denn Zeit und Muße, die lippische Sportszene zu beobachten?

Opdenhövel: Nicht mehr so viel. Aber klar interessiert es mich, wie es meinem alten Verein Post SV Detmold geht und was der TBV Lemgo macht, über den ich in meiner Radiozeit viel berichtet habe.

Jetzt berichten Sie über die große Fußballwelt. Macht’s Spaß?

Opdenhövel: Absolut! Es ist ein Jugendtraum, den ich da leben kann. Schon als Kind wollte ich Fußballreporter werden. Und wenn man ein WM- und EM-Finale moderieren darf, ist das natürlich die Krönung.

Ist Mehmet Scholl ein guter Ersatz für Stefan Raab?

Opdenhövel: Beide sind völlig unterschiedlich, und sie haben mit mir ja auch ganz andere Rollen. Die Zeit mit Stefan hat sehr viel Spaß gemacht und Unterhaltungsshows mach ich immer noch gerne. Aber der Sport ist schon mein Herzblut.

Sie waren Stadionsprecher in Mönchengladbach. Fällt es schwer, als Fan neutral zu moderieren?

Opdenhövel: Damit können wir alle professionell umgehen. Es gibt keinen Kollegen in der Branche, der keine Lieblingsmannschaft hat. Aber das über 90 Minuten auszublenden, ist kein Problem.

Und die unvermeidliche Frage: Welcher Club steigt auf?

Opdenhövel: Die 2. Liga ist so stark wie lange nicht mehr. Es ist ja gerade erst losgegangen. Hannover 96 macht bisher den besten Eindruck.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2026
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.