Giftig oder essbar? Der Wald hält zahlreiche Schätze bereit. Welche man mit in die heimische Küche nehmen kann, weiß Günther Dreier.... - © Jannik Stodiek

Kreis Lippe
Pilze sammeln mit dem Profi: Auf Schatzsuche im lippischen Wald - Mit Video

Giftig oder essbar? Der Wald hält zahlreiche Schätze bereit. Welche man mit in die heimische Küche nehmen kann, weiß Günther Dreier.... (© Jannik Stodiek)

Günther Dreier erklärt, wie die Lebewesen zu bestimmen sind und weshalb man manch schönes Gewächs stehen lassen sollte.

Spitzschuppiger Schüppchen-Schnitzling. Können Sie das aussprechen? Was klingt wie ein Zungenbrecher, ein Zauberspruch oder eine schwere Krankheit ist der Name eines Bewohners unserer heimischen Wälder. „Das ist mein Lieblingsname unter all den Pilzen", sagt Günther Dreier. Der 82-Jährige kann mehr als 200 Sorten unterscheiden – und ist damit ein wahrer Schatzsucher in den lippischen Wäldern.

An diesem Morgen in Wendlinghausen könnten die Ausgangslage nicht besser sein. „Letzte Woche ist eine Exkursion im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen", sagt Dreier. Unter anderem für den Naturschutzbund bietet er regelmäßig Pilzwanderungen an – auch wenn es regnet. Doch das zurückliegende feuchte Klima bietet den Pilzen den perfekten Nährboden.

Am Fuße des Waldstücks, das zum Ruheforst führt, scheint die Sonne, als Günther Dreier die Richtung für die heutige Wanderung festlegt. Bevor es „in die Pilze" geht – wie der Sammler sagt -, wird die Ausrüstung kontrolliert. Wer in den Wald geht, sollte keine gedeckten Farben tragen, um von seiner Wandergruppe auch wiedergefunden werden zu können. „Ansonsten reichen Korb, Messer und ein Bestimmungsbuch", sagt Dreier und zieht seinen Pilzatlas aus der Tasche...

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von Yvonne Glandien

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