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Disneys "The Mandalorian" ist ein Weltraum-Western im Star-Wars-Kosmos
| von Yvonne Glandien

Pedro Pascal ist der Mandalorianer und Nick Nolte spielt Kuiil in der neuen Serie "The Mandalorian", exklusiv auf Disney+. - © François Duhamel/Lucasfilm Ltd.
Pedro Pascal ist der Mandalorianer und Nick Nolte spielt Kuiil in der neuen Serie "The Mandalorian", exklusiv auf Disney+. (© François Duhamel/Lucasfilm Ltd.)

Wohin führt ihn sein nächster Einsatz? "Mando", wie er von seinen Auftraggebern genannt wird, ist Kopfgeldjäger. Und ein Mandalorianer. Der Gilde gehört er bereits seit jüngster Kindheit an. Genau genommen seit dem Tag, an dem seine Eltern umgebracht wurden und er gerade so mit dem Leben davon gekommen ist. Auf seinem jüngsten Abenteuer verändert eine besondere Begegnung aber den Alltag des Kriegers.

"The Mandalorian" ist nicht umsonst das Zugpferd des neuen Streamingdienstes Disney+. Die Serie gehört zum offiziellen Star-Wars-Kanon und hat damit im Vorfeld schon große Erwartungen geweckt. Zeitlich ist die Geschichte rund um den Kopfgeldjäger Mando zwischen "Star Wars VI: Die Rückkehr der Jedi-Ritter" und "Star Wars VII: Das Erwachen der Macht", also der zuerst veröffentlichten Trilogie der 70er und der neuen aktuellen Trilogie eingeordnet. Für die Storyline bedeutet das: Das Imperium ist gefallen, die Erste Ordnung ist noch nicht aufgestiegen.

Zwischen der hellen und der dunklen Seite der Macht gibt es noch eine dritte Instanz: die Mandalorianer, eine Kriegergilde, die sich aus verschiedenen Spezies zusammensetzt. Sie verbindet ihre Ideologie. Einer von ihnen ist Din Djarin, Rufname Mando. Als Alleingänger zieht er auf Kopfgeldjagd, schwört Eid und Treue seiner Gilde und zieht so in immer neue Abenteuer auf den unterschiedlichsten Planeten. Ein herausragender Kämpfer, geprägt von Mut und wenigen Worten.

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Mando wird von Pedro Pascal großartig verkörpert. Der Schauspieler muss seine Rolle dabei hauptsächlich transportieren, ohne sich auf seine Mimik verlassen zu können. Alleine durch Gang und Sprache schafft er es, den Zuschauern von seiner Harte-Schale-weicher-Kern-Ausstrahlung zu überzeugen. Der Schauspieler selbst sagte im Interview mit Entertainment Weekly, er sehe die Rolle als Clint Eastwood-mäßigen Charakter mit fortgeschrittener Kampffähigkeit und fragwürdigen Moralvorstellungen. Ein passender Vergleich - schließlich ordnen viele Filmfans "Star Wars" schon lange dem Western-Genre zu, und nicht, wie oft angenommen, Science Fiction.

Pedro Pascal speilt den Mandalorianer und Horatio Saenz ist der Mythrol in "The Mandalorian", exklusiv auf Disney+. - © François Duhamel/Lucasfilm Ltd.
Pedro Pascal speilt den Mandalorianer und Horatio Saenz ist der Mythrol in "The Mandalorian", exklusiv auf Disney+. (© François Duhamel/Lucasfilm Ltd.)

"The Mandalorian" ist seit dem Start von Disney+ verfügbar. Es erscheint wöchentlich eine neue Folge. Um auf die Serie und den neuen Streamingdienst aufmerksam zu machen, hatte sich Disney auf einen besonderen Deal eingelassen: Die erste Folge lief bereits am Sonntag, 22. März, in der Free-TV-Premiere auf Pro 7. Die weiteren sieben Episoden gibt es exklusiv auf Disney+ zu sehen.

Eine zweite Staffel ist bereits bestellt worden. Auf dem amerikanischen Markt soll sie im Oktober 2020 Premiere feiern.

Achtung: Ab hier kommt ein heftiger Spoiler!

Einen ganz besonderen Weggefährten bekommt Mando bereits am Ende der ersten Folge an die Seite gestellt. Wir begleiten ihn auf eine Kopfgeldjagd, an deren Ende eine Wiege steht. In ihr: die Miniversion des Yedi-Großmeisters Yoda. In der Serie offiziell "Das Kind" benannt ist dieses Bündel geballter Niedlichkeit für sich schon ein Faktor, der selbst Zuschauer, die mit dem Star-Wars-Setting wenig vertraut sind, in den Bann ziehen dürfte. Fans nennen das putzige Wesen "Baby Yoda".

Ganz wie das große Vorbild hat die Mini-Ausgabe offenbar herausragende Yedi-Kräfte, die es auch schnell unter Beweis stellt. Baby Yoda lässt die Herzen der Fans erweichen, und auch die des Mandalorianers. Das Kind bringt Mando zum Nachdenken und die harte Schale des Weltraum-Cowboys zum bröckeln. Klar, dass Zuschauer hoffen, Baby Yoda noch eine ganze Weile auf der Mattscheibe sehen zu dürfen.

"Das Kind" wird im Internet auch gerne "Baby Yoda" genannt. Das Wesen gehört zur gleichen Art wie der berühmte Yedi-Meister Yoda. Das Kind begleitet Mando ab dem Ende der ersten Folge in "The Mandalorian", exklusiv auf Disney+. - © Lucasfilm Ltd.
"Das Kind" wird im Internet auch gerne "Baby Yoda" genannt. Das Wesen gehört zur gleichen Art wie der berühmte Yedi-Meister Yoda. Das Kind begleitet Mando ab dem Ende der ersten Folge in "The Mandalorian", exklusiv auf Disney+. (© Lucasfilm Ltd.)

Zumindest wirtschaftlich könnte man davon ausgehen. Denn Showrunner Jon Favreau hat in der Produktion auf eingespielte Muster gesetzt und keine CGI-Technik für das Kind benutzt. Stattdessen ist eigens eine animatronische Puppe gebaut worden, die die Macher laut kino.de stolze 5 Millionen Dollar kostete. Kein Schnäppchen, aber eine Investition, die sich gelohnt hat.

Wenn Disney+ weiter bei den Eigenproduktionen auf so hohe Qualität setzt, kann der neue Streamingdienst auf jeden Fall mit seinen Konkurrenten mithalten. Und wer von "The Mandalorian" inspiriert wird, tiefer ins Star-Wars-Universum zu blicken, findet auf der Plattform auch alle Serien aus dem Franchise, die ersten beiden Trilogien und die ersten beiden Filme der jüngsten Trilogie sowie die Spin-Off-Filme. Im Sommer soll dann auch "Episode 9: Der Aufstieg Skywalkers" verfügbar sein.

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