Kreis Lippe. Mit einer neuen Masche versuchen Betrüger in Lippe, Menschen um ihre Ersparnisse zu bringen. Die Polizei hat in den vergangenen Tagen mehrere Hinweise bekommen, dass Schreiben im Umlauf sind, die Geld einfordern.
Bei den Schreiben handelt es sich um Mahnungen eines vermeintlichen Inkasso-Büros "Fordinal Forderungs AG", die per Post in lippische Haushalte gelangen. Die Empfänger dieser Schreiben werden demnach aufgefordert, für einen vermeintlich abgeschlossenen Dienstleistungsvertrag mit "Eurowin24 - Euro Jackpot 6/49" einen dreistelligen Eurobetrag auf ein Konto in der Slowakei zu überweisen. "Ein Vertrag wurde jedoch nie geschlossen", heißt es im Bericht der Polizei.
Und weiter stellen die Beamten fest: Bei genauem Hinsehen fallen diverse Ungereimtheiten an dem Schreiben auf. Unter anderem ist das angegebene Konto für die Zahlungsaufforderung im Ausland, das Schreiben enthält unter anderem falsche Email-Adressen und diverse Rechtschreibfehler.
Die Polizei mahnt
"Bitte gehen Sie nicht auf die Forderungen der "Fordinal Forderungs AG" ein und überweisen Sie grundsätzlich kein Geld auf Forderungen, die Sie nicht schlüssig nachvollziehen können. Überprüfen Sie derlei Schreiben auf grobe Fehler und erkundigen Sie sich über den Absender. Sprechen Sie im Zweifel mit Angehörigen über solche Rechnungen oder Mahnungen oder wenden sich an die Polizei. Vorsicht: Die Vorgehensweise der Betrüger variiert und kann von der hier dargestellten Form abweichen."
Am besten in den Müll
In der Mahnung der "Fordinal Forderungs AG" geben die Betrüger auch die "Möglichkeit", den Vertrag mittels eines Vordrucks zu kündigen. Dieser sollte auf keinen Fall ausgefüllt werden. Die Täter gelangten dadurch an weitere, für sie wertvolle, Informationen wie E-Mail-Adresse, Telefonnummer und weitere. Diese neu erlangten Daten nutzten die Täter oftmals für weitere Betrugsmaschen oder sie verkaufen die personenbezogenen Daten an andere Betrüger.
Die in dem Schreiben angeführten Firmen seien frei erfunden. "Werfen Sie das Schreiben am besten direkt in den Abfall!" Wer bereits auf die Masche hereingefallen ist, soll Anzeige bei der Polizei erstatten.