Schon bald steht ein Detmolder (27) vor dem Landgericht, weil er im Mai dieses Jahres seine Ex-Freundin in ihrer Wohnung in Lage stranguliert haben soll. Der Fall ist einer von neun Femiziden, die sich in den vergangenen zehn Jahren in Lippe abgespielt haben. Der Definition nach bezeichnet der Begriff die Tötung einer Frau, weil sie eine Frau ist. Die Deutungsweise ist aber weitaus vielschichtiger. Es geht um Besitzansprüche, Eifersucht und Frauenhass. Was können wir aus den Zahlen lernen? Müssen Frauen besser geschützt werden? Eine Spurensuche.
Kreis Lippe
Femizide in Lippe: „Frauenmorde“ als Überbleibsel des Patriarchats
| von
Janet König