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Fast 100.000 Ausfalltage

Schlafstörungen: Neuer Höchststand bei Krankmeldungen in Westfalen-Lippe

Wie wichtig guter Schlaf wirklich ist, merken viele erst, wenn er nächtelang ausbleibt. Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Leistungsverlust können die Folgen sein – und das hat direkte Auswirkungen auf den Alltag. Wie groß das Problem ist, zeigen neue Zahlen der AOK Nordwest: Krankmeldungen aufgrund von nicht organischen Schlafstörungen, also Ein- und Durchschlafproblemen, haben mittlerweile einen neuen Höchststand erreicht.

Laut der Krankenkasse verursachten diese Schlafstörungen bei AOK-Versicherten im vergangenen Jahr insgesamt 98.515 Fehltage. Das sind 22,2 Prozent mehr als noch in 2022 mit 80.596 Ausfalltagen. „Der Schlaf hat für die Gesundheit eine wichtige Funktion. Neben sportlicher Aktivität und ausgewogener Ernährung ist er einer der Grundpfeiler für einen gesunden Körper und Geist. Die deutliche Zunahme der Fehlzeiten ist daher eine alarmierende Entwicklung“, sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann.

Die Ursachen für Ein- und Durchschlafprobleme sind laut der Krankenkasse unterschiedlich: zu viel Stress, Termin- und Leistungsdruck, Sorgen und Ängste oder private Probleme. Aber auch regelmäßiger Alkoholkonsum, zu fettes Essen, Schichtarbeit oder die späte Nutzung von TV, Computer oder Smartphone können diese Schlafstörungen begünstigen.

Schlafmangel mit gravierenden Folgen

„Ausreichend Schlaf steigert unser Wohlbefinden und die Lebensqualität“, sagt Ackermann. Bleibe er jedoch aus, könne es durchaus auch zu dauerhaften, gesundheitlichen Problemen kommen. Dazu gehören laut dem AOK-Vorstandsvorsitzenden unter anderem Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sowie Diabetes und psychische Probleme.

Im Gegensatz zu krankhaften Schlafstörungen, die etwa durch schlafbezogene Atemstörungen verursacht werden, lassen sich Ein- und Durchschlafprobleme schon durch kleine Änderungen im Alltag bekämpfen. „Wer auf allgemeine Verhaltensregeln der Schlafhygiene achtet, kann schon viel dazu beitragen, dass sich der Schlaf-Wach- Rhythmus harmonisiert“, erklärt Ackermann.

Dazu gehöre eine angenehme Schlafumgebung mit kühler Zimmertemperatur sowie der Verzicht auf schwere Mahlzeiten, Koffein, Alkohol und Nikotin vor dem Zubettgehen. In der dunklen Jahreszeit hilft es zudem, Lampen möglichst hell zu schalten. Lichttherapie-Lampen können dabei am Arbeitsplatz unterstützend wirken. Gerade Menschen, die in der Nachtschicht arbeiten, sollten auf gut ausgeleuchtete Arbeitsplätze bestehen.

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