Kreis Lippe. „Ein Jubiläum! Es ist schön, dass wir das Turnier schon so lange durchführen können. Es geht um ganz viel Prestige, alle wollen bei der Endrunde dabei sein.“ Das sagt Gottfried Dennebier, Vorsitzender des FuL-Kreises Detmold, vor der 20. Auflage der Lippischen Hallenfußball-Meisterschaften um den LZ-Cup. Die Rahmenbedingungen stehen, nun fiebern alle der Vorrunden-Auslosung am Montag, 1. Dezember, in den Räumen der „Lippischen“ entgegen. Die insgesamt besten zwölf Mannschaften aus beiden lippischen Fußballkreisen qualifizieren sich für das große Finale in der Lemgoer Phoenix-Contact-Arena am Sonntag, 18. Januar. Bei den Männern gibt es 59 Bewerber – 34 aus dem FuL-Kreis Lemgo und 25 aus Detmold. SG löst sich auf Interessant: Mit der SG Lüdenhausen/Westorf und der SG Lüerdissen-Entrup treten zwei Spielgemeinschaften diesmal nicht da, die als TuS Lüdenhausen (2004) und VfL Lüerdissen (2006) zu den ersten Siegern des Turniers gehörten. SpVg. Bavenhausen und VfB Matorf sagten ebenfalls „no“. Aus dem FuL-Kreis Detmold meldeten sich TSV Horn (Zweiter und Ausrichter im Januar), SG Brakelsiek/Wöbbel und TuS BW Istrup ab. Und: Die Spielgemeinschaft aus Lüerdissen und Entrup zerbricht am Saisonende. „Das haben die beiden Vorstände mir mitgeteilt, es gibt keine gemeinsame Zukunft mehr“, berichtete Bernhard Brandt, Vorsitzender des Lemgoer Kreisfußball-Ausschusses. Die SG Lüerdissen/Entrup ist derzeit Schlusslicht der Kreisliga A Lemgo, die Zweite spielt in der C-Liga. In der Vorrunde des FuL-Kreises Lemgo verteilen sich die Mannschaften auf sechs Gruppen (zwei Fünfer und vier Sechser). Die ersten beiden (aus den Gruppen mit fünf Teams) beziehungsweise die ersten drei Mannschaften (Gruppen mit sechs Mannschaften) schaffen den Sprung in die Zwischenrunde am Sonntag, 4. Januar, in Aspe (Ausrichter: SV Wüsten). Der Ball rollt zunächst unter der Regie der Ausrichter TuS Asemissen, TuS Almena und SG Bentorf/Hohenhausen in den Hallen Leopoldshöhe, Bösingfeld und Hohenhausen . Schon im Vorfeld ist klar, welche Mannschaften in welcher Halle antreten werden – regionaler Zuschnitt. Am Montag geht es nur noch darum, in welchen Gruppen die Teams antreten. Die Bezirksligisten verteilen sich so: TBV Lemgo (Bösingfeld), TuS Lipperreihe (Hohenhausen), TuS Ahmsen und TuS Leopoldshöhe (Leopoldshöhe). 12 statt 16 Teams Nur 12 statt 16 Mannschaften wie im Nachbarkreis qualifizieren sich für die Detmolder Zwischenrunde am 4. Januar in Augustdorf (Ausrichter: FCA). In Lage (TuS Kachtenhausen), Detmold (SF Berlebeck-Heiligenkirchen) und Bad Meinberg (TuS Horn-Bad M.) geht es los – in insgesamt fünf Gruppen. Neben den Top-Zwei kommen auch zwei Gruppendritte weiter. Volker Dierk vom FuL-Kreis Detmold: „Das ist ein bisschen doof und auch ein bisschen schwierig. Wir haben uns dazu entschlossen, am Montag auszulosen, aus welchen Gruppen die Dritten weiterkommen. So herrscht vorher Klarheit für alle und niemand muss auf andere Gruppen schielen.“ Auf das Setzen von Teams verzichten die Detmolder. Einzige Ausnahmen sind die Ausrichter. „Ansonsten kommen alle Mannschaften in einen Topf“, sagte Volker Dierk. In Lage werde nur eine Gruppe spielen, für nachmittags sind Turniere der Jugend am Werreanger geplant. Nach der Vorrunde der Frauen am 11. Januar in Detmold (BHK) und Bad Salzuflen (TSG Holzhausen-Sylbach) steigt das große Finale in der Phoenix-Contact-Arena – auch mit vier Frauenteams. Die Fäden ziehen im Handballtempel SV Werl-Aspe und TuS Grastrup-Retzen. Jeweils sechs Teams aus Detmold und Lemgo bei den Männern sowie vier Frauenmannschaften dürfen dann vor einer riesigen Kulisse ihr Können zeigen. 4000 Zuschauer waren zuletzt bei der 19. Auflage im Januar in die Phoenix-Contact-Arena gekommen. Der Post-TSV Detmold verteidigte den Titel mit einem 6:1 im Endspiel gegen den TSV Horn. Bester Spieler und bester Torschütze war bei der Finalrunde 2025 Robin Schlingmann von der SG Belle-Cappel-Leopoldstal, bester Torwart wurde Jaaron Stengele vom TuS Lipperreihe. Klar ist inzwischen, dass es wieder um ein Preisgeld von mehr als 6000 Euro geht. „Darauf haben wir uns verständigt. Die Prämien bleiben identisch, obwohl die Auflagen für uns als Veranstalter immer weiter steigen und damit auch die Kosten“, sagt Dennebier. Neben dem Wanderpokal bekommt der Männersieger einen Scheck in Höhe von 1500 Euro. Für den Zweiten sind es 1000 Euro. „Ziehe mich da raus“ Ein großes Fest sind die Endrunden des LZ-Cups für die SG Belle-Cappel-Leopoldstal. „Für die Menschen in den Dörfern ist das Turnier etwas ganz Besonderes“, weiß auch Trainer Vadim Thomas. Für den Coach selber spielt die Hallensaison keine große Rolle: „Teammanager Alex Bulau will Hallenzeiten organisieren, ich ziehe mich da raus.“ Der Trainingsbetrieb ruht derzeit beim Bezirksliga-Vierten, der im Sommer den Sprung als A-Liga-Champion in diese Spielklasse geschafft hatte. Thomas erwartet von seinen Spielern, dass sie jede Woche eine Laufeinheit über 35 Minuten absolvieren: „Damit wir im neuen Jahr nicht wieder bei Null anfangen müssen. Über eine App kontrolliere ich das.“ Die kurzfristig abgesagte Partie beim SVE Jerxen-Orbke am Freitagabend werde am Sonntag, 15. Februar nachgeholt. Die Spieler hatten das Warm-Up schon absolviert: „Als wir zum Platz kamen, war alles okay. Kurz vor dem Anpfiff war die Situation eine andere. Jerxen wollte eher spielen, wir hatten Bedenken. Der Verbandsbeobachter ebenfalls, gemeinsam haben wir uns für die Spielabsage entschieden.“ Letztes Post-Punktspiel „Wir müssen uns nochmal aufraffen, aber das sollte kein Problem sein.“ Das sagt Markus Rüschenpöhler, Trainer des Post-TSV Detmold, vor dem letzten Punktspiel in 2025 gegen TuS Lohe (Sonntag, 15 Uhr). Schon vor Wochen hatten sich beide Mannschaften auf eine Verlegung geeinigt, doch am vergangenen Freitag ging am Werresportplatz aufgrund des Schnees nichts. Nach dem Abschlusstraining am Donnerstagabend besuchen die Postler gemeinsam die Andreasmesse. Rüschenpöhler: „Lohe blieb in der bisherigen Serie hinter den Erwartungen zurück. Vorne hat der Gegner echt gute Qualität, hinten sich aber schon einige Gegentore gefangen. Unser Ziel ist klar: Wir wollen mit 25 Zählern in die Winterpause gehen.“ Derzeit stehen die Residenzler, zweitbestes Heimteam der Liga, bei 22 Punkten (17 zuhause). Robin Jöstingmeier ist aus dem Urlaub zurück. Das Hinspiel endete nach zwei Joel-Weber-Treffern 2:2. „Die Partie verlief unglücklich für uns, wir hätten sie gewinnen können oder sogar müssen“, weiß der Detmolder Trainer. Zum Silvestercup nach Paderborn Natürlich nimmt der LZ-Cup-Titelverteidiger wieder an den Lippischen Hallenfußball-Meisterschaften teil, spielt zudem wieder die Turniere in Horn (11. Januar) und Barntrup (10. Januar). Auch hier wollen die Schützlinge von Rüschenpöhler und seinem Trainerkollegen Andre Schröder ihre Erfolge aus diesem Jahr wiederholen. Des Weiteren mischt Post erstmals beim Silvestercup in Paderborn (Maspernhalle, 27. bis 29 Dezember) mit. „Wir haben eine Einladung erhalten und freuen uns darauf. Die Jungs sollen in Bewegung bleiben“, so Rüschenpöhler. Zur Vorbereitung auf die LZ-Cup-Vorrunde werde einmal in der Halle trainiert.