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Lage

Die alte Post an der Friedrichstraße weicht Seniorenwohnungen

"Wohnen in der Stadt" errichtet zwei Häuser mit insgesamt 16 Einheiten

Architekt Franz Janssen, mit Petra Kotzian und Anja Collmer vom Immobilien-Zentrum der Sparkasse Paderborn-Detmold sowie Investor Holger Einwachter (von links). - © Foto: Becker
Architekt Franz Janssen, mit Petra Kotzian und Anja Collmer vom Immobilien-Zentrum der Sparkasse Paderborn-Detmold sowie Investor Holger Einwachter (von links). (© Foto: Becker)

Lage. Auf dem Gelände der alten Post entstehen nach deren Abriss zwei Häuser mit 16 barrierefreien Wohnungen. Der Investor lässt sich dieses Projekt etwa 2,5 Millionen Euro kosten.

Die Baugenehmigung liegt vor, die Abbruchgenehmigung für das ehemalige Postgebäude in der Friedrichstraße ist erteilt. "Innerhalb der nächsten 14 Tage kann es losgehen", zeigt sich Holger Einwachter zuversichtlich. Er ist der Geschäftsführer der "Wohnen in der Stadt GmbH", die als Investor für das Vorhaben verantwortlich zeichnet. Die Firma Einwachter-Bautechnik erstellt die 16 Wohnungen schlüsselfertig. Mit der Vollendung sei in etwa einem Jahr, im Frühjahr 2014 zu rechnen.

Die Vermarktung übernimmt das Immobilien-Zentrum der Sparkasse Paderborn-Detmold. Prokuristin Anja Collmer betonte am Donnerstag bei der Vorstellung der Pläne, dass bereits bei der Immobilia am nächsten Wochenende Interessierte einen Blick in das Exposé werfen könnten. "Barriere freies Wohnen in der Innenstadt in einem Haus, das höchsten Energiestandards genügt, ist sehr attraktiv", betonte sie.

Die 16 Wohnungen, die in zwei separaten Baukörpern entstehen, sind zwischen 53 und 126 Quadratmeter groß, eine Tiefgarage bietet ausreichend Platz für die fahrbaren Untersätze der Bewohner.
"Nach wie vor ist das zentrale Wohnen in der Innenstadt bei vielen Menschen sehr beliebt", unterstreich Holger Einwachter. Alle wichtigen Ziele - Ärzte, Geschäfte und nicht zuletzt Nahversorger - seien problemlos zu Fuß erreichbar. "Lage ist eine der wenigen Städte, in deren Zentren es noch Lebensmittelgeschäfte gibt", betonte Einwachter. Damit spielte er auf den am Donnerstag im City-Center eröffneten "Globo-Markt" im City-Center und den zwischen Marktkirche und Volksbank geplanten Rewe-Markt an.

Sein Projekt wirke vor allem auf solche, die sich verkleinern möchten und nicht auf die Annehmlichkeiten einer funktionierenden Stadt verzichten möchten. "An der Friedrichstraße lässt es sich sehr gut alt werden. Da muss keiner mehr weg ziehen," ergänzte Architekt Franz Janssen, der für die Gestaltung des Komplexes zuständig ist. Alle Wohnungen seien mit Balkonen ausgestattet und bequem mit einem Aufzug zu erreichen.

Als besonderen Clou bezeichnet Investor Holger Einwachter das Blockheizkraftwerk, das zur Versorgung der beiden Häuser errichtet wird. "Mit Hilfe der Kraft-Wärmekopplung erzeugen wir selber Strom, und mit der Abwärme heizen wir die Wohnungen", erklärt der Lagenser Unternehmer. Zur Sicherheit der Bewohner trage die Videoüberwachung am Eingang bei.

Information
Die alte Post in der Friedrichstraße


Der Investor "Wohnen in der Stadt GmbH" hat das Gebäude, das jetzt für die Errichtung der 16 barrierefreien Wohnungen abgerissen werden soll, von der Deutschen Telekom AG erworben. Bis zur Eröffnung des Neubaus der Post an der Friedrich-Petri-Straße befanden sich an der Friedrichstraße die Schalter für die Kunden.
Zwischenzeitlich waren einst in diesem Gebäude das Deutsche Rote Kreuz und auch die Stadtbücherei untergebracht. Ferner hatte die Ortsgruppe Lage der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) ihr Domizil dort. Als die früher an der Friedrichstraße beheimatete Realschule wegen ständig steigender Schülerzahlen aus allen Nähten platzte, mietete die Stadt die zwischenzeitlich leerstehenden Räumlichkeiten für den Unterricht an.
Zuvor mussten jedoch noch kleinere Umbauarbeiten vorgenommen werden, um die einstige Schalterhalle und die Paketabfertigung für die Belange der Schule herzurichten. Nachdem das Gebäude nicht mehr gebraucht wurde, stand es zum Verkauf. (be)

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