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Lemgo

Klinikum reißt Appartements ab

An Stelle des Personalwohnheims soll ein neues Pflegeheim entstehen

Wohnheim der Klinik 

wird abgerissen - © Lemgo
Wohnheim der Klinik wird abgerissen (© Lemgo)

Lemgo. Am Lemgoer Krankenhaus rückt spätestens im Sommer der Abrissbagger an. Ein Wohnhaus für Mitarbeiter weicht einem neuen Pflegeheim mit 80 Betten.

Das einem Hotel gleichende Appartement-Gebäude wird intern "Wohnheim II" genannt, verfügt über 45 Einheiten und ist rund 50 Jahre alt. Es steht bereits seit einem Jahr leer, hat eine sanierungsbedürftige Bausubstanz und wird laut Peter Schwarze, Geschäftsführer der Klinikum-Lippe GmbH (KLG), auch nicht mehr gebraucht.

Das sogenannte "Wohnheim II" zwischen dem Verwaltungsgebäude und dem Kindergarten steht bereits leer und soll in diesem Jahr abgerissen werden. - © Foto: Reineke
Das sogenannte "Wohnheim II" zwischen dem Verwaltungsgebäude und dem Kindergarten steht bereits leer und soll in diesem Jahr abgerissen werden. (© Foto: Reineke)

Der Bedarf an Mitarbeiterwohnungen könne problemlos im sogenannten "Wohnheim I" auf dem weitläufigen Klinikgelände gedeckt werden. Die 90 Einheiten da­rin, Einzelzimmer und Appartements, seien zu 25 Prozent an Personen vermietet, die nicht am Krankenhaus arbeiten - wie beispielsweise Studierende der Hochschule OWL.

In Bezug auf das an der Stelle des Wohnhauses geplante Alten- und Pflegeheim ist laut Schwarze eine weitere Entscheidung gefallen: Die Einrichtung wird von der Detmolder Stiftung "Diakonis" (ehemals "Stiftung Diakonissenhaus") betrieben, die die dazu gehörige Ausschreibung gewonnen hat. Aktuell zählt die 1899 gegründete Stiftung nach eigenen Angaben rund 630 Mitarbeiter, die sich täglich um 1.000 Menschen in voll- und teilstationären Einrichtungen, in einem Hospiz oder in der ambulanten Pflege kümmern.
 
Offen ist laut Schwarze noch, wer den OP-Trakt in einem weiteren Neubau am Klinikum betreiben soll. Wie mehrfach berichtet, soll in Höhe der Notfallambulanz ein sogenanntes Facharztzentrum entstehen. "Wir sind in Verhandlungen mit einem potenziellen Betreiber des OP-Zentrums. Bis spätestens Ende Februar wird eine Entscheidung fallen", kündigt Schwarze an.

Sobald der Betreiber des OP-Trakts mit zwei Sälen feststeht, gibt es grünes Licht für das 7,5-Millionen-Euro-Projekt, und die Stadtwerke Lemgo beginnen am Klinikum mit dem Bau eines rund zwei Millionen Euro teuren Parkhauses mit 250 Stellflächen auf fünf Halbetagen. Dieses ist nötig, weil durch den Bau des Facharztzentrums rund 100 Parkplätze wegfallen. In dem Zentrum sollen die Richtungen Urologie, Gynäkologie, Chirurgie und Orthopädie vertreten ein. Dazu sind eine Apotheke und ein Hörgeräte-Geschäft vorgesehen.

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