Polizei NRW beschlagnahmt gigantische Datenmengen

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NRW-Innenminister: Herbert Reul (CDU) fordert mehr Befugnisse für die Polizei. - © picture alliance/dpa
NRW-Innenminister: Herbert Reul (CDU) fordert mehr Befugnisse für die Polizei. (© picture alliance/dpa)

Düsseldorf/Lügde. Im vorigen Jahr sind in Nordrhein-Westfalen kinderpornografische Daten mit einem Volumen von 2.000 bis 3.000 Terabyte sichergestellt worden. Das sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) der Westdeutschen Zeitung.

Um allein ein Terabyte Daten zu sichten, brauche ein Ermittler etwa neun Monate. Mit der 2018 sichergestellten Datenmenge wäre er daher rechnerisch 1.500 bis 2.250 Jahre beschäftigt. Mit Blick auf die in den vergangenen Jahren stetig gewachsenen Datenmengen seien „intelligente technische Lösungen gefragt", so der LKA-Sprecher.

15 Terabyte im Fall Lügde

Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte der Zeitung: „Allein mit mehr Personal werden wir dieser Datenmassen nicht Herr werden. Deshalb dürfen wir uns nicht länger an der Frage vorbeimogeln, wie wir neue Technologien nutzen können." Zur ausgesetzten Vorratsdatenspeicherung sagte Reul: „Über das Thema Vorratsdatenspeicherung diskutieren wir jetzt schon seit mehr als zehn Jahren. Wir können uns nicht noch weitere zehn Jahre leisten."

Im Fall des massenhaften Kindesmissbrauchs auf einem Campingplatz in Lügde bei Detmold gibt es nach Angaben der Ermittler von Ende Februar rund 15 Terabyte Daten.

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