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Bundesweite Aktion

„Schule statt Fabrik“: Sternsinger sammeln in Lügde für benachteiligte Kinder

Sternsinger ziehen am Samstag durch Lügde. © Benne Ochs

Lügde. Mehr als 40 Mädchen und Jungen werden am Samstag, 10. Januar, als Sternsinger in Lügde für benachteiligte Kinder in aller Welt im Einsatz sein.

Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+26“ bringen sie in der Nachfolge der Heiligen Drei Könige den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen und sammeln Spenden für Gleichaltrige in aller Welt.

„Schule statt Fabrik“

Die Sternsinger treffen sich laut Mitteilung der katholischen Kirchengemeinde St. Marien am Samstagmorgen um 9.30 Uhr an der Krippe in der Marienkirche. Von dort aus besuchen sie zunächst das Pfarrhaus und dann den Bürgermeister im Rathaus. Im Anschluss treten die Gruppen ihren Weg durch die Stadt an.

„Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ heißt das Leitwort der 68. Aktion Dreikönigssingen, die Beispielprojekte liegen in Bangladesch. Im Jahr 1959 wurde die Aktion erstmals gestartet. Mehr als 1,4 Milliarden Euro sammelten die Sternsinger überall in Deutschland in inzwischen 67 Aktionsjahren, mit denen Projektmaßnahmen für benachteiligte und Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt wurden. Das Dreikönigssingen wird bundesweit getragen vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

In diesem Jahr bringt die Aktion den Sternsingerinnen und Sternsingern das Thema Kinderarbeit näher und zeigt, wie wichtig die Kinderrechte auf Schutz und Bildung sind. Das Dreikönigssingen ermutigt die Sternsinger und ihre Begleiter, sich gegen Kinderarbeit einzusetzen und eine gerechte Welt zu gestalten. Jüngste Erhebungen zeigen, wie wichtig dieses Engagement ist. Die Weltgemeinschaft hat ihr Ziel, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, nicht erreicht. 138 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten, 54 Millionen von ihnen unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Produkte aus Kinderarbeit gelangen auch in Deutschland in den Handel.

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