Die Südstadt hat ein Müllproblem

Sigurd Gringel

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Müllhaufen an der Florence-Nightingale-Straße: So sieht es an mehreren Stellen in der Conle-Siedlung aus. - © Uwe Büscher
Müllhaufen an der Florence-Nightingale-Straße: So sieht es an mehreren Stellen in der Conle-Siedlung aus. (© Uwe Büscher)

Oerlinghausen. Den Anwohnern stinkt’s: Immer wieder bilden sich Müllberge in der Conle-Siedlung in der Südstadt. Eigentlich müsste sich die Wohnbaugesellschaft als Eigentümerin der Häuser und des Areals drumherum um die Entsorgung kümmern, aber die hält sich zurück. Also räumen die Bauhofmitarbeiter in unregelmäßigen Abständen auf. Aber das hilft bei weitem nicht und verursacht unnötige Kosten.

Familie Büscher wohnt am Agnes-Miegel-Weg. Ein schönes, gepflegtes Wohngebiet. Um dorthin zu gelangen, muss man an den Müllhaufen an der Florence-Nightingale-Straße vorbei. „Das ist doch das Eingangstor Oerlinghausens", sagt Uwe Büscher verärgert. Seine Frau betreibt einen Massagesalon. „Die Kunden haben uns schon mehrfach auf den Müll an der Straße angesprochen." Er könnte noch weitere verschmutze Ecken nennen – mindestens vier. An den Glascontainern hinter dem ehemaligen Fitnessstudio soll es auch immer schlimm aussehen.

Die Anwohner beschweren sich häufig beim Ordnungsamt. „Manche schildern, dass Ratten in dem Müll herumkriechen", sagt Mitarbeiter Herbert Waschk und gesteht: „Wir werden der Lage nicht Herr." Er weiß, dass die Wohnungsbaugesellschaft unregelmäßig eine Abfuhr veranlasse. Das reiche aber nicht aus.

Das Hauptproblem sei, dass die Bewohner der Mietshäuser zumeist aus anderen Ländern stammten und ihnen das deutsche Mülltrennsystem unbekannt sei. Es lande alles in irgendeiner Tonne mit der Folge, dass der Entsorger die Tonnen nicht mitnehme, wenn zum Beispiel ein gelber Sack mit Plastikresten aus der blauen Tonne für Papier quelle. Bleibt die Tonne voll, wird der nächste Müll einfach daneben gekippt.

Die Stadt hat bereits Informationsflyer in verschiedenen Sprachen an die Bewohner der Mietshäuser verteilt – ohne Erfolg. Die Stadt ist in einer Zwickmühle: Einerseits müsste sie den ganzen Unrat liegenlassen und hoffen, dass die Verursacher daraus Lehren ziehen. Andererseits kann sie auch nicht alles vermüllen lassen, auch wenn sie für das Areal nicht zuständig ist.

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