Pickert: Vom Arme-Leute-Essen zur Spezialität

Yvonne Glandien

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Pickert auf dem Lemgoer Marktplatz: Klaus-Dietmar Diekmann aus Kalletal ist Profi im backen. - © Privat
Pickert auf dem Lemgoer Marktplatz: Klaus-Dietmar Diekmann aus Kalletal ist Profi im backen. (© Privat)

Detmold. Die westfälische Küche ist nicht gerade für ihre leichte Kost bekannt - die lippische erst recht nicht. Ob Pumpernickel, lippische Ananas oder Pickert, hier geht es deftig zu. Insbesondere lezterer ist bei den Lippern beliebt.

Der Kartoffelkuchen auf Hefeteig-Basis steht in langer Tradition. Was früher als Essen für den ärmeren Teil der Bevölkerung galt, ist heute eine Spezialität, die jeder Tourist zumindest einmal probiert haben sollte. Die Rezepte variieren je nach Familientradition, sicher ist aber: in einen guten Pickert gehören Kartoffeln, Hefe, Mehl, Milch und Eier. Auch Rosinen oder Korinthen findet man gelegentlich darin. Serviert wird der Pfannenkuchen in der Regel mit Marmelade, Rübenkraut oder lippischer Leberwurst. Um das Ganze etwas bekömmlicher zu gestalten, wird der Pickert-Genuss mit einem guten Schluck, zum Beispiel Wacholder, beendet.

Rezept: Einen Würfel Hefe mit einem Schuss lauwarmer Milch und einem Esslöffel Zucker auflösen. Währenddessen 500 Gramm Kartoffeln reiben, gut ausdrücken und mit einem Viertelliter kochender Milch übergießen. Die Hefe-Mischung, 500 Gramm Mehl, eine Prise Salz und 5 Eier dazugeben und alles gut verkneten. Den Teig etwa eine Stunde gehen lassen und anschließend in etwas Butterschmalz Küchlein ausbacken.

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