Zuschauer beschweren sich über Anwesenheit von Holocaust-Leugnerin

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Ursula Haverbeck-Wetzel - © Torben Gocke
Ursula Haverbeck-Wetzel (© Torben Gocke)

Detmold. Ursula Haverbeck-Wetzel, mehrfach verurteilte Holocaustleugnerin und Rechtsextremistin aus Vlotho, verfolgte den Verhandlungstag im Auschwitz-Prozess aus der letzten Reihe im Zuschauerraum.

Angehörige von Opfern reagierten empört. Bernadette Gottschalk aus Laatzen regt sich auf, dass "solche Lügner und Verleumder ohne Grund den Prozess besuchen dürfen." Susanne Böttcher aus Hameln fragt sich, was die Holocaustleugnerin damit bezweckt. "Ich finde ihre Anwesenheit unerträglich."

Beim Verlassen des Gerichtssaals wurde Haverbeck von anderen Zuschauern so sehr angepöbelt, dass die Einsatzhundertschaft einschreiten musste.

Die Holocaustleugnerin wird bald selbst wieder vor Gericht stehen, zunächst am 11. Oktober vor dem Vlothoer Amtsgericht. Ein weiterer Prozess folgt wegen Volksverhetzung in der "Stimme des Reiches", einer rechten Kampfschrift, vor dem Amtsgericht Verden, der Termin steht aber noch nicht fest.

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