Detmold. „Meine Vision ist, einen Lebensweg zu finden, mit dem ich einverstanden bin.“ Das ist Axel Plögers Hauptmotivation für seine Kunst. Eine Kunst, zu der ihn das Musizieren in einer Punkband brachte. Der ohnehin gute Zeichner fing an zu malen und war spontan begeistert.
Den Pinsel und Spachtel in die Hand nehmen, tropfen, fließen, kleckern und schaben: All diese Dinge bereiteten Axel Plöger Freude. Gerade Freude ist ein wichtiges Stichwort in seiner Kunst. „Wärme und Freude sind Gefühle, die meine Kunst bei Leuten auslösen kann.“ So beginnt Axel Plögers Karriere als Maler. Er studiert an der Hochschule für bildende Künste in Kassel.
Danach verschlägt es ihn nach Südamerika. Als Dozent lehrt er Malerei an der Staatlichen Kunstakademie in Lima, Peru. 2000 kehrt der gebürtige Detmolder nach Hause zurück und setzt das Malen fort. Durch Linien, Flächen, Farben und Formen erschafft Axel Plöger seine Kunstwerke, die häufig abstrakt expressionistisch sind. So werden verschiedene Farben aufgetragen und es entstehen Waldstücke und Flüsse. Besonders stolz ist der 52-jährige auf die „Medusa“. Dieses Kunstwerk hing in der Ausstellung im Marta-Museum in Herford. Der Künstler verarbeitet viel, das ihn beschäftigt. Sein Umgang mit Farbe ist intuitiv, nicht geplant, inspiriert durch Willem de Kooning, einen Meister des abstrakten Expressionismus.
In Galerien, Kunstvereinen in Ostwestfalen, aber auch in Süddeutschland ist Axel Plögers Kunst gefragt. Im Frühjahr hat er eine große Serie von Arbeiten angefertigt und verkauft. Sein aktuellstes Thema nennt sich „Ströme“ und dreht sich um Bilder von Flüssen und Meeren.
Für Kunstinteressierte bietet er ein Mittwochsatelier an. Hobbymaler, aber auch Profis und andere Aussteller, können zu ihm kommen und dort in der Zeit von 10 bis 13 Uhr und von 18 bis 21 Uhr zeichnen. Auch Wochenendworkshops für Anfänger und Fortgeschrittene hat Axel Plöger anzubieten. „Es ist schön, dass viele Frauen kommen, aber ich wünsche mir, dass auch mehr Männer sich beteiligen“, sagt er.
Die Dozententätigkeit ist immer noch ein Berufsfeld des Malers. So ist er an der Sommerakademie tätig und bewarb sich auch an anderen Akademien. Themen sind Workshops und Seminare für Arbeitslose und Jugendliche. Viel geht es dabei um Klangfarbe, Komposition, Rhythmus und Tonart. „Wie in der Musik“, sagt Axel Plöger und lacht. Sein Ziel ist immer noch das gleiche wie am Anfang: Ein Maler zu sein und Menschen durch Malerei zu erreichen.
Was Axel Plöger will, ist eine bestimmte Lebensenergie zu vermitteln. Und dass seine Kunst lebt. Aber jeder wird diese Kunst anders interpretieren. Ebenso wie die Musik.