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Höxter

Schünemann (CDU) rückt in Niedersachsens Landtag nach

Nach Niederlage bei Bürgermeisterwahl in Höxter

Hannover (lni). Niedersachsens früherer Innenminister Uwe Schünemann rückt nach dem überraschenden Tod des CDU-Abgeordneten Norbert Böhlke in den Landtag in Hannover nach. Schünemann habe sich entschieden, das frei gewordene Mandat anzunehmen, teilte CDU-Fraktionschef Björn Thümler am Montag in Hannover mit.

Der ehemalige Innenminister hatte zuletzt die Bürgermeisterwahl in Höxter verloren. Auch bei der Landratswahl in Hameln-Pyrmont hatte er eine Niederlage einstecken müssen.

"Trotz der tragischen Umstände, die sein Nachrücken begleiten, freut sich die CDU-Fraktion auf eine gute Zusammenarbeit mit Uwe Schünemann", sagte CDU-Fraktionschef Thümler. Voraussichtlich in der kommenden Woche wird Schünemann nach Fraktionsangaben Abgeordneter werden. Böhlke, der sozialpolitische Sprecher der Fraktion, starb Anfang Juli nach kurzer schwerer Krankheit.

Ganz oben auf der Nachrückerliste stand zunächst zwar der frühere Kultusminister Bernd Althusmann, aber ihm fehlte der vom Landeswahlgesetz vorgeschriebene Wohnsitz in Niedersachsen. Althusmann arbeitet seit 2013 in Namibia für die Konrad-Adenauer-Stiftung.

Nach Althusmann stand Schünemann ganz oben auf der Nachrückerliste. Zunächst war unklar, ob dieser nach dem Verlust seines Mandats bei der Landtagswahl 2013 über einen Umweg zurück in den Landtag wollte.

Böhlke stammte aus Seevetal in der Nähe von Hamburg. Der gelernte Speditionskaufmann gehörte dem niedersächsischen Landtag zwischen 1990 und 1994 und danach erneut seit 2003 an.

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