Gütersloh (dpa). Für eine hochwertige frühkindliche Bildung benötigen die Kitas in Nordrhein-Westfalen einer Studie zufolge gut 17.500 zusätzliche Erzieherinnen. Das würde die Personalkosten um jährlich 766,5 Millionen Euro erhöhen, hat die Bertelsmann-Stiftung errechnet. Die veröffentlichte Analyse belegt außerdem Unterschiede zwischen den Ländern und ein starkes West-Ost-Gefälle beim Personalschlüssel.
In NRW ist statistisch eine Erzieherin für 3,6 Krippenkinder zuständig. Das ist der bundesweit drittbeste Wert. Im Westen liegt der Durchschnitt bei 1 zu 3,8.
Im Osten ist das Verhältnis 1 zu 6,3. Bei den Kindern zwischen drei und sechs Jahren allerdings liegt NRW mit einem Personalschlüssel von 1 zu 9,6 unter dem Durchschnitt der Westländer (1 zu 9,1), und zwar auf dem drittletzten Platz, aber deutlich besser als die Ostländer (1 zu 12,7).
Angesichts der Unterschiede forderte Jörg Dräger, Bildungsexperte im Stiftungsvorstand, ein Bundes-Kita-Gesetz. Darin sollten die Qualitätsstandards festgelegt sein.