Bielefeld (epd). Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat drei Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen für ihr besonderes Engagement für die Organspende ausgezeichnet. Sie ehrte am Donnerstag in der Essener Zeche Zollverein das Evangelische Krankenhaus Bielefeld Gilead, das Helios-Klinikum Wuppertal und das Universitätsklinikum Bonn, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) mit Sitz in Frankfurt mitteilte. Das Ministerium sprach gemeinsam mit der DSO die Würdigung zum neunten Mal aus.
Ärzte und Pflegende der drei Kliniken hätten sich vorbildlich für die Organspende eingesetzt, sagte Kraft. Die Ministerin überreichte die Auszeichnungen zusammen mit der geschäftsführenden Ärztin der DSO, Dr. Ulrike Wirges, im Rahmen des Jahrestreffens der Transplantationsbeauftragten in Nordrhein-Westfalen. Wichtigste Kriterien für die Ehrung sind den Angaben zufolge die Benennung und Unterstützung eines Transplantationsbeauftragten durch die Klinikleitung, eine kontinuierliche Fortbildung des Klinikpersonals sowie die Erarbeitung von Leitlinien für den Fall einer Organspende.
"Rund dreimal so viele Menschen warten auf eine Transplantation, wie Organe vermittelt werden können", sagte Kraft. Es müsse gelingen, die Zahl von Organspendern zu erhöhen, wie dies andere europäische Ländern geschafft hätten. Dafür müsse man "Vertrauen zurückgewinnen", sagte Kraft mit Blick auf die verschiedene Organspende-Skandale der vergangenen Jahre. Entscheidend sind nach ihren Worten eine hohe Transparenz über die Abläufe und die Unterstützung engagierter Partner vor Ort.
Die DSO ist seit dem Jahr 2000 die bundesweite Koordinierungsstelle für Organspende. Seit 2002 zeichnet die Stiftung Krankenhäuser aus, die sich besonders für die Organspende eingesetzt haben. Ziel sei es, die Kliniken zu weiterem Einsatz für Organtransplantationen zu motivieren.