Lippische Landes-Zeitung: Nachrichten aus Lippe, OWL und der Welt

OWL

Stiftung Studienfonds OWL sucht Förderer

Die Stipendiaten werden von ihren Förderern sowohl finanziell als auch ideell gefördert. - © Foto: Brockhoff
Die Stipendiaten werden von ihren Förderern sowohl finanziell als auch ideell gefördert. (© Foto: Brockhoff)

Paderborn. Seit acht Jahren fördern die fünf OWL-Hochschulen mit der Stiftung Studienfonds OWL ihre Studierenden. Damit Studierende der Universitäten Bielefeld und Paderborn, der Fachhochschule Bielefeld, der Hochschule OWL sowie der Hochschule für Musik Detmold gefördert werden können, sucht die Stiftung nach neuen Unterstützern. In einer Pressemitteilung erläutert Katja Urhahne, Geschäftsführerin der Stiftung Studienfonds OWL den aktuellen Bedarf.

Wie funktioniert eine Förderung?

Urhahne: Unsere Leistungsstipendien sind Deutschlandstipendien. Diese betragen 3.600 Euro im Jahr, also 300 Euro monatlich. Finanziert werden die Stipendien zur Hälfte durch private Spendengelder und zur anderen Hälfte durch Fördergelder des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Zudem gibt es ideelle Förderung mit beispielsweise Workshops, Fachvorträgen, Firmenbesichtigungen oder kulturellen Veranstaltungen. Die Stipendiaten müssen sich über Leistung und besonderes Engagement für die Förderung qualifizieren.
 
Stimmt es, dass der Bund den Hochschulen mehr Geld zur Verfügung stellt, als diese ausgeben können?

Urhahne: Ja, der Bund stellt den Hochschulen die Gelder gemessen an der Größe der Hochschule zur Verfügung. Für uns, die fünf regionalen Hochschulen, bedeutet dies, dass wir in diesem Jahr theoretisch 800 Stipendien vergeben könnten, tatsächlich aber nur etwa 330 zum 1. Oktober vergeben werden.

Woran liegt das?

Urhahne
: Das liegt daran, dass es noch zu wenige Förderer gibt. Jeder privat finanzierte, d.h. gespendete Euro wird in dem Förderprogramm nämlich verdoppelt. Leider mussten wir in den vergangenen Wochen vielen sehr guten Studierenden eine Absage schicken, weil das Geld für weitere Stipendien fehlt. Dabei überzeugen die meisten der Bewerber nicht nur durch erstklassige Studienleistungen, sondern auch durch herausragendes soziales Engagement, was unserer Region zugutekommt. Gerade diese jungen Menschen möchten wir fördern, um sie so auch langfristig für unsere Region, die Spitzenkräfte unbedingt braucht, zu gewinnen.

Wie wird man Förderer?

Urhahne: Sich einfach mit mir oder meinen Kollegen in Verbindung setzen. Ein Engagement bedeutet nicht nur eine Spende, sondern eine für alle Seiten gewinnbringende Kooperation, aus der sich Kontakte weit über das Stipendium hinaus ergeben können. Beteiligen kann sich jeder - Unternehmen, Privatpersonen, Stiftungen oder Vereine.

Weitere Infos unter www.studienfonds-owl.de

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2026
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.