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Salzkotten

Gradierwerk zum Sälzerfest fertig

Sälzerkollegium fehlen noch 100.000 Euro Spenden

Das Gradierwerk zwischen Heder und Sälzerhalle. - © FOTO: HELMUT STEINES
Das Gradierwerk zwischen Heder und Sälzerhalle. (© FOTO: HELMUT STEINES)

Salzkotten. Bereits beim Sälzerfest im März 2015 soll die im Jahr 1997 anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt Salzkotten an historischer Stelle errichtete Gradieranlage wieder in neuem Glanz erstrahlen. Die Weichen hierzu stellte das Sälzerkollegium in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass noch etwa 100.000 Euro Spendengelder gesammelt werden.

Eine Gradieranlage von knapp 600 Metern Länge und einer Höhe von 11 Metern bescherte Salzkotten einst Wohlstand und Ansehen. Nicht zuletzt durch die Konkurrenz des Steinsalzes wurde Ende des 19. Jahrhunderts die Gradierung unrentabel, 1908 standen Räder und Pumpwerke still. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Saline verkauft und 1920 die Gradierwerke abgerissen. Das wurde über Jahrzehnte von der Bevölkerung sehr bedauert. So war man erfreut, dass 1997 zur 750-Jahr-Feier der Stadt, eine 50 Meter lange und acht Meter hohe Gradieranlage eingeweiht wurde. Sie war seinerzeit mit rund 950.000 Mark Spendenmitteln auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Konrad Rump errichtet worden.

Doch nun muss die Anlage dringend saniert werden. Das 2010 gegründete Sälzerkollegium hat sich auf seine Fahnen geschrieben, die Salzgeschichte der Stadt wieder erlebbar zu machen. Die Kosten für die Sanierung des Gradierwerkes einschließlich der Entdornungsarbeiten und Entsorgung der alten Dornen belaufen sich auf rund 390.000 Euro. Eckhard Uhlenberg und Mona Wehling von der NRW-Stiftung steuerten jüngst eine Zusage über maximal 100.000 Euro bei.

In der jüngsten Sitzung des Sälzerkollegiums informierte Salzschreiber und Bürgermeister Ulrich Berger eingehend über die bisherigen Erkenntnisse und Bauamtsleiter Ludwig Bewermeier über den Ablauf der Sanierungsarbeiten. Werkdirektor und Schatzmeister Heinz Sonntag stellte dann das Finanzierungskonzept vor: 120.000 Euro vorhandenes Kapital aus Spenden, Sälzerkur und Salzsäckchen-Verkauf, 218.000 Euro einzuwerbende Spenden, davon maximal 100.000 Euro Zuschuss der NRW-Stiftung sowie 52.000 Euro Eigenleistungen stehen zu Buche.

„Nun hoffen wir, dass sich unser Spendenwunsch erfüllt und wir unser beliebtes Wahrzeichen sanieren können“, so Werkmeister und Vorsitzender Klaus Michels. Gleichzeitig wurde beschlossen, dass für eine erneute Sanierung in rund 25 bis 30 Jahren Rücklagen gebildet werden.

Wer die Sanierung des Gradierwerks unterstützen möchte, kann gerne gegen Erhalt einer Spendenquittung beim Sälzerkollegium unter der Bankverbindung: IBAN DE28 4726 1603 0019 6699 00 bei der Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten spenden.

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