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Paderborn

Milliarden-Unternehmen Kirche: Viele Bistümer legen Finanzen offen

Alle Diözesen in der Übersicht

PADERBORN: Das Erzbistum hat 496 Millionen Euro Haushaltsvolumen. Zum Vermögen auch des Erzbischöflichen Stuhls liegen keine Angaben vor. Aktuell verschaffen sich die Verantwortlichen einen Überblick über Vermögenswerte wie Immobilien. Im Herbst 2015 sollen entsprechende Zahlen veröffentlicht werden.

PASSAU: Die Finanzmittel der Diözese - jüngst erstmals veröffentlicht - beliefen sich 2013 auf 280 Millionen Euro, die des Bischöflichen Stuhls auf knapp 190 Millionen Euro. Die Emeritenanstalt ist für die Versorgung der Geistlichen verantwortlich und verfügt über ein zweckgebundenes Vermögen von 98 Millionen Euro. Angaben zu Immobilien des Bischöflichen Stuhls sollen 2015 vorliegen.

REGENSBURG: Der Haushalt 2014 umfasst 350 Millionen Euro. Angaben über die Vermögenswerte des Bischöflichen Stuhls machte die Diözese nicht. Alle Vermögenswerte sollen 2015 Jahr nach einem einheitlichen Standard erfasst, bewertet und dann veröffentlicht werden.

ROTTENBURG-STUTTGART: Das aktuelle Haushaltsvolumen beträgt 360 Millionen Euro. 2013 verfügte das Bistum laut seiner Bilanz über 214,2 Millionen Euro Anlagevermögen sowie ein Umlaufvermögen von 43,5 Millionen Euro. Hinzu kommen unter anderem Vermögen diverser Stiftungen. Ein Großteil der Immobilien ist noch nicht bewertet.

SPEYER: Das Bistum veröffentlicht seit der Limburg-Krise nicht nur seinen eigenen Etat, der sich 2014 auf 134 Millionen Euro beläuft, sondern auch andere diözesane Haushalte. So hat der Bischöfliche Stuhl ein Vermögen von 47,9 Millionen Euro, das nicht angetastet wird. Das Domkapitel besitzt 9,5 Millionen Euro. 62,2 Millionen Euro hat eine Pfarrpfründestiftung auf der hohen Kante (Ende 2013).

TRIER: Das Bistum-Anlagevermögen betrug zuletzt 759,6 Millionen Euro, davon entfielen 543,2 Millionen Euro auf Finanzanlagen und 179,4 Millionen auf Immobilien. Das Vermögen des Bischöflichen Stuhls hat einen Bilanzwert von knapp 84 Millionen Euro. Hinzu kommen 38 Gebäude, für die gerade eine Marktbewertung läuft. Auch andere Vermögen sollen „nach und nach“ öffentlich gemacht werden.

WÜRZBURG: Neben den regulären Haushalt (173 Millionen Euro) hat das Bistum Geld aus dem Bischöflichen Stuhl: Dieses Vermögen belief sich 2013 auf 356 Millionen Euro. Davon werden 263 Millionen Euro für die Sicherung der Priesterpensionen und die Zusatzversorgung weltlicher Mitarbeiter zurückgestellt. Über dieses Geld wacht ein Diözesanvermögensverwaltungsrat.

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