Gütersloh. Zuwanderer sind den Deutschen willkommener als früher. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Gütersloher Bertelsmann-Stiftung am Freitag vorgelegt hat. Sechs von zehn Befragten sagen, Einwanderer würden hierzulande freundlich empfangen. Vor drei Jahren meinte dies nur die Hälfte der Bevölkerung.
Ein wichtiges Ergebnis der Studie ist auch, dass die Entwicklung in West- und in Ostdeutschland gegenläufig ist. In den neuen Bundesländern steigt die Skepsis gegenüber den Einwanderern. Dort glaubt fast jeder zweite, dass Zuwanderer in Deutschland nicht willkommen seien.
Die Skepsis gegenüber Zuwanderern ist in Ostdeutschland in vielerlei Hinsicht größer: ob Schulprobleme (Ost: 64 Prozent, West: 61 Prozent), vermeintliche Belastungen des Sozialstaats (Ost: 69, West: 63) oder Konfliktpotenzial (Ost: 73, West: 61) - immer liegen die Prozentsätze in den neuen Bundesländern höher als in Westdeutschland. Und das, obwohl in Ostdeutschland erheblich weniger Migranten wohnen als in Westdeutschland.
Auch die Miganten selbst haben inzwischen in Deutschland immer mehr den Eindruck, willkommen zu sein. Nach Ansicht von 68 Prozent der befragten Zuwanderer werden Migranten von staatlichen Stellen willkommen geheißen Drei Jahre zuvor sagten das lediglich 57 Prozent.
Für die Studie wurden vom Bielefelder Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Januar insgesamt 2.024 Menschen ab 14 Jahren in ganz Deutschland befragt.