Bielefeld. Die Polizei hat am "Car-Freitag" zahlreiche Verkehrskontrollen durchgeführt. Dabei konnten die Beamten insgesamt 459 Fahrzeuge mit zu hoher Geschwindigkeit messen. Durch die intensiven Kontrollen konnte die Polizei Störungen durch Autofans und typische Rennaktivitäten weitgehend verhindern.
Bei Rasern besonders beliebte Straßen waren die Eckendorfer sowie die Herforder Straße, wo die Ordnungshüter die meisten Geschwindigkeitsverstöße registrierten. Die schnellsten Fahrzeuge wurden mit 117 km/h (50 km/h erlaubt) sowie 134 km/h (70 km/h erlaubt) gestoppt.
Die Polizei wird in Ihren Geschwindigkeitsfällen 35 Bußgeldverfahren und 239 Verwarngeldverfahren einleiten.
Mindestens 14 Raser werden ein Fahrverbot erhalten und demnächst mindestens vier Wochen lang auf ihren Führerschein verzichten müssen.
Aufgrund unzulässiger Fahrzeugumbauten mit der Folge des Erlöschens der Betriebserlaubnis wurden darüber hinaus gegen drei Tuningfans Bußgeldverfahren eingeleitet.
Ein Kraftfahrer fiel mit dem Verdacht auf Drogeneinfluss am Steuer auf. Ihm wurde nach richterlicher Anordnung eine Blutprobe als Beweismittel entnommen. Ein Bußgeldverfahren wurde eingeleitet.
Es gab einzelne zusammengehörige Fahrzeuggruppen, die der Tuningszene zuzurechnen sind. Etwa 20 bis 25 Fahrzeuge, darunter ein Lamborghini, eine Corvette, leistungsstarke BMW und Audi, fanden sich auf einem Parkplatz an der Walther-Rathenau-Straße zusammen. Nach Erteilung von Platzverweisen für den Raum Herforder und Eckendorfer Straße entfernten sie sich in Richtung Herford.
Diese Fahrzeuge wurden später in Herford an der Röntgenstraße (Westfalen-Tankstelle sowie Burger-King) gesichtet. Des Weiteren fuhr eine Gruppe von Fahrzeugen, dominiert von Ford Mustangs, durch die Stadt. Nach einer repressiven Maßnahme gegen einen der Mustang-Fahrer verschwand diese Gruppe wieder. Ansonsten waren etliche getunte Fahrzeuge unterwegs und auf der Suche nach Treffpunkten.
Besonders negativ fielen zwei Motorradfahrer auf
Auch in Gütersloh führten die Polizei Gütersloh, die Stadt Gütersloh und der Kreis Gütersloh Geschwindigkeitskontrollen auf den Hauptverkehrsachsen durch. Insgesamt wurden 9.586 Fahrzeuge kontrolliert. 917 Fahrzeugführer waren zu schnell unterwegs. 796 Fahrzeugführer werden ein Verwarngeld zahlen müssen, gegen 121 Fahrzeugführer wurden Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten vorgelegt, da sie die vorgeschriebene Geschwindigkeit um mehr als 21 Km/h überschritten.
Besonders negativ fielen zwei Motorradfahrer auf. In einem
zeitlichen Abstand von einer halben Stunde wurden Vater und Sohn mit Geschwindigkeiten von 140 bzw. 141 km/h bei erlaubten 70 km/h gemessen. Beide müssen jetzt mit einem Bußgeld in Höhe von 440 Euro, zwei Monaten Fahrverbot und zwei Punkten in Flensburg rechnen.
14 weitere Fahrzeugführer müssen mit Fahrverboten rechnen, da sie die vorgeschriebene Geschwindigkeit um mehr als 41 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften überschritten hatten.
In Zusammenarbeit mit einem Sachverständigen der DEKRA
wurden 10 Autos auf technische Mängel bzw. unerlaubte Veränderungen untersucht. Zwei Pkw wurden an Ort und Stelle auf Anordnung eines Mitarbeiters des Kreises Gütersloh stillgelegt.
Insgesamt trafen sich nur sehr wenige szenetypische Fahrzeuge in Gütersloh. Eine Ansammlung auf dem Parkplatz des Porta-Möbelmarktes wurde aufgelöst, gegen die beteiligten Personen wurden Platzverweise ausgesprochen.