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NRW

NRW kauft mobile Sichtschutzwände gegen „Gaffer“

Mobile Sichtschutzwände sollen künftig Unfallopfer vor neugierigen Blicken schützen

Düsseldorf. Bei Unfällen auf der Autobahn werden Rettungsarbeiten häufig von Neugierigen auf der Gegenfahrbahn behindert. Mobile Sichtschutzwände sollen in Nordrhein-Westfalen künftig Unfallopfer vor neugierigen Blicken schützen. NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) will die Neuanschaffung am kommenden Freitag in Kaarst bei Düsseldorf vorstellen.

Immer wieder berichten Rettungskräfte von Problemen mit sogenannten „Gaffern“: Sie verursachen Staus auf der Gegenfahrbahn, behindern die Retter anstatt zu helfen, oder filmen das Geschehen und die Unfallopfer sogar mit ihren Handy-Kameras.

In letzter Zeit hatte die Polizei deswegen mehrfach Verfahren gegen Schaulustige eingeleitet, die zum Teil sogar die Aufforderungen der Polizisten, das Filmen einzustellen, ignoriert hatten.

Fast eine halbe Million Euro aus Bundesmitteln hat der Landesbetrieb Straßen.NRW in insgesamt zwölf Sichtschutzsysteme investiert. Die sollen nun auf die einzelnen Straßenmeistereien verteilt werden. "Gaffern" drohen mindestens 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.

Bereits 2008 hatte Nordrhein-Westfalen den Test einer solchen Sichtschutzwand angekündigt. Das in den Niederlanden entwickelte System bestand damals aus 40 Blenden auf einem Anhänger, die aufgestellt über eine Strecke von 100 Metern reichten. Die rund zwei Meter hohe Wand sollte in Minuten aufgebaut sein und selbst starkem Wind standhalten.

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