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Paderborn

Jürgen Klinsmann und Berti Vogts zu Gast in Paderborn

Fußball-Weltmeister helfen im Theater und im Rathaus einer neuen Stiftung auf die Beine

Paderborn. Das war eine ganz besondere Premiere im Theater Paderborn. "Das Gehirn gesund spielen", hieß das Stück, das am Sonntag mit hochkarätiger Besetzung aufgeführt wurde. Zur Vorstellung der neuen brain@sports foundation, die die Stiftung Jugendfußball ablöst, waren mit Jürgen Klinsmann und Hans-Hubert Vogts sogar zwei Fußball-Weltmeister gekommen.

"Klinsi" und "Berti" trugen sich ebenso wie der langjährige Basketball-Bundestrainer Dirk Bauermann und der Paderborner Sportmediziner Heinz Liesen im Historischen Rathaus in das Goldene Buch der Stadt ein. Das war der Abschluss eines Tages, an dem die Stadt, die Universität und die Stiftung Jugendfußball mit viel Lob bedacht worden waren.

"Ich bin sehr stolz darauf, was seit dem Jahr 2000 geleistet worden ist", sagte Klinsmann, der zu Beginn dieses Jahrhunderts mit Liesen und anderen Teilnehmern und Dozenten eines Sonderlehrgangs für Fußballlehrer die Stiftung gegründet hatte. Die bezog ihren Sitz an der Universität und machte bald von sich reden.

Stolz auf Verbundenheit mit Uni Paderborn

"Ich bin auch stolz auf die Verbundenheit mit der Universität Paderborn", betonte "Klinsi", der den Kuratoriumsvorsitz der Nachfolge-Organisation übernommen hat. Dass diese brain@sports foundation nun andere Schwerpunkte setzen wird, wurde bei der Auftaktveranstaltung im Theater deutlich.

Der neue Stiftungszweck der Förderung von Wissenschaft, Gesundheit und Sport auf dem Gebiet der neurologischen und neurowissenschaftlichen Sportmedizin wurde in verschiedenen Rede- und Diskussionsbeiträgen thematisiert.

Claus Reinsberger und Jochen Baumeister vom Sportmedizinischen Institut der Universität, der Extremsportler Jérome Becher und auch Bauermann ("Ein Spieler mit einer klugen Birne ist am Ende entscheidend") berichteten von ihren Erfahrungen und warfen einen Blick voraus. "Es ist wichtig, dass Fußballer wie Jürgen Klinsmann und Marco Bode dabei sind", freute sich Liesen über die Aushängeschilder der Stiftung, die demnächst mit 600.000 Euro ausgestattet sein soll.

Eine weitere Finanzzusage wollte Wilhelm Schäfer nicht machen. Der Präsident der Universität dankte aber ausdrücklich Heinz Liesen. "Mit den Nischen, die wir in der Forschung besetzen, können wir im Konzert der Großen gut mitspielen", sagte Schäfer unter Bezug auf den Mann, der im Januar 1987 den Lehrstuhl für Sportmedizin übernommen hatte.

Damals wartete Deutschland noch auf den dritten WM-Titel, zu dem Liesen als "der Prof" im Jahr 1990 entscheidend beitrug. Jetzt wird schon über den fünften Titel spekuliert. Zu dem könnte ja auch die neue Stiftung beitragen.

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