Hameln. Es war ein Schock an der Eugen-Reintjes-Schule in Hameln: Am Freitag, 10. Februar gab es eine anonyme Amokandrohung, die per E-Mail bei der Schulleitung einging. Daraufhin wurde die Schule an der Breslauer Allee vor Unterrichtsbeginn geräumt und der weitere Unterricht abgesagt.
Auch wenn sich nach einer Durchsuchung der Schulräume und durch weitere Ermittlungen keine Hinweise auf eine reale Gefahrenlage ergeben hatten, gab es erhebliche Störungen des Schulbetriebes. Zudem wurden die Schüler und Lehrkräfte massiv in Angst und Schrecken versetzt, heißt es in einer aktuellen Polizeimeldung.
Rein juristisch ist der Straftatbestand "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten" erfüllt. Solch eine Strafandrohung ist mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe zu ahnden.
In Abstimmung mit der Schulleitung fahndet die Polizei Hameln mit Hilfe eines Plakates im Schulgebäude weiter nach dem Täter. Die Schulleitung der Eugen-Reintjes-Schule hat zudem eine Belohnung von 1.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ermittlung des Täters führen.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass solche Handlungen kein "Dummer-Jungen-Streich" sind und ernsthafte strafrechtliche als auch zivilrechtliche Folgen haben.
Hinweise werden von der Polizei Hameln über Tel. 05151-933222 entgegen genommen.