Solingen. In Solingen ist es erneut zu einem brutalen Vorfall in einem Freibad gekommen. Mehrere Jugendliche haben am Freitagnachmittag einen Schwimmmeister geschlagen. Sie sollen zuvor laute Musik am Beckenrand gehört haben und darauf angesprochen worden sein.
Die Jugendlichen spielten über eine Lautsprecherbox Musik in einer Lautstärke ab, die andere Badegäste stören konnte. Dies ist im Heidebad nicht zulässig. Wie die Pressestelle der Stadt Solingen weiter mitteilt, forderten Mitarbeiter des Heidebades die Jugendlichen auf, die Musik abzustellen. Zunächst hielten sie sich daran. Am späteren Nachmittag beschwerten sich mehrere Badegäste bei den Mitarbeitern des Freibades über unangemessenes Verhalten und laute Musik.
Schwimmmeister blutig geschlagen
Ein Schwimmmeister sprach die Gruppe an. Daraufhin attackerten ihn die Jugendlichen und schlugen mehrfach auf ihn ein. Der Mann zog sich eine Platzwunde am Kopf zu. Die alarmierten Polizeibeamten trafen die Jugendlichen vor Ort an und stellten ihre Personalien fest. Der sichere Badebetrieb sei nach Mitteilung der Pressestelle danach nicht mehr zu gewährleisten gewesen. Daher musste das Heidebad eineinhalb Stunden früher schließen.
Am Dienstag griffen Mitglieder einer Großfamilie im Freibad Ittertal in Solingen andere Badegäste an. Sie haben zwei Frauen unter anderem bespuckt und ins Gesicht geschlagen. Auslöser war, dass ein Mann ein weinendes Kind mehrfach unter Wasser gedrückt haben soll. Eine 27-Jährige sprach ihn darauf an und wurde angegangen. Eine 17-jährige weitere Freibadbesucherin soll das Geschehen gefilmt haben. Mitglieder der Familie attackierten sie daraufhin. Die Polizei bat um Zeugenhinweise, um die unbekannten Täter zu stellen.