Düsseldorf (dpa/anwi). Ein junger Mann ist am Sonntag in einem Badesee in Düsseldorf ertrunken. „Wie es zu dem Badeunfall kam, ist unklar", teilte die Feuerwehr mit, die Kriminalpolizei ermittle noch.
Nachdem die Wasserwacht eine vermisste Person gemeldet hatte, wurde mit einem Großaufgebot gesucht. Bis zu zwölf Taucher seien im See auf der Suche gewesen. Auch ein Polizeihubschrauber, Boote und Sonargeräte waren im Einsatz.
Zwischenzeitlich war der gesamte See für die Bevölkerung gesperrt. Kurz vor 17 Uhr entdeckten Taucher der Wasserwacht Neuss den Vermissten. Der Notarzt stellte den Tod fest. Das genaue Alter war zunächst nicht bekannt, die Feuerwehr sprach von einem circa 21-jährigen Mann.
Zwei Mädchen ertrinken im Rhein
Einen dramatischen Badeunfall mit tödlichem Ausgang meldeten Rettungskräfte an diesem Wochenende auch vom Rhein. Am Samstag wurden die Leichen zweier Mädchen aus dem Fluss geborgen. Die 9 und 13 Jahre alten Kinder waren am Freitag bei Worms-Rheindürkheim beim Baden in einem Fluss in einen Strudel geraten und untergegangen.
Polizei und Feuerwehr suchten mit einem Großaufgebot nach ihnen. Die Leichen der Mädchen wurden schließlich am Samstag an verschiedenen Stellen im Rhein gefunden.
Junge in Melle lebensgefährlich verletzt
Bei weiteren Badeunfällen sind zwei Kinder lebensgefährlich verletzt worden. In Melle wurde am Samstag ein vierjähriger Junge bewusstlos im zehn Meter tiefen Sprungturmbecken entdeckt. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Sein Zustand war auch am Sonntag noch kritisch.
Ebenfalls am Samstag verletzte sich ein Mädchen in einem Freibad in Bremen lebensgefährlich. Nachdem die Angehörigen die Achtjährige beim Schwimmmeister des Bades als vermisst gemeldet hatten, fand dieser das Mädchen auf dem Grund liegend. Der Mann reanimierte das Kind, das später angab, am Beckenrand gesessen und hineingerutscht zu sein.
Suche nach Vermissten in der Weser
Eine umfangreiche Suche nach zwei Vermissten startete am Sonntagnachmittag die Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica mit der Wachbesatzung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in der Weser. Besucher des Festivals "Umsonst und Draußen" in Veltheim hatten zwei Personen als vermisst gemeldet, welche sich zuvor an dem Fluss aufgehalten haben sollen.
Bei der Suche wurden zwei Boote der Feuerwehr und zwei Boote der DLRG eingesetzt, teilte Michael Horst, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Porta Westfalica mit. Die Feuerwehr Vlotho wurde ebenfalls alarmiert, die Tauchergruppe Petershagen war in Bereitschaft. Mit den Booten wurde die Weser in der Nähe des Festivals und stromabwärts bis Vlotho abgesucht. In Absprache mit der Wasserschutzpolizei wurde die Suche gegen 19.45 Uhr ergebnislos eingestellt. Adressen oder Namen der Vermissten waren nicht bekannt.
Schon rund 280 Badetote bundesweit
Nach Informationen der DLRG sind in diesem Sommer bundesweit bereits rund 280 Menschen ertrunken. Das seien rund 40 mehr als im selben Zeitraum im Jahr davor.
Die meisten Fälle, nämlich fast 90 Prozent, passieren an ungesicherten Badestellen wie Flüssen Teichen und Seen, so die DLRG. „Das Ertrinkungsrisiko an diesen Badestellen ist sehr hoch, da sie eben nicht bewacht werden, ein Ertrinkender hat hier wenig Aussicht auf Rettung", sagt DLRG-Sprecher Achim Wiese und fordert mehr Bewachung auch im Binnenland.