500.000 Euro: Lehrer im Ruhestand kassiert jahrelang volles Gehalt

veröffentlicht

  • 0
Ab dem 7. Oktober muss sich ein Lehrer in Düsseldorf wegen besonders schweren Betrugs vor Gericht verantworten. - © picture alliance
Ab dem 7. Oktober muss sich ein Lehrer in Düsseldorf wegen besonders schweren Betrugs vor Gericht verantworten. (© picture alliance)

Düsseldorf/Gelsenkirchen (dpa). Ein Lehrer aus Gelsenkirchen soll trotz seines Vorruhestands neun Jahre lang weiter volles Gehalt kassiert haben. Ab dem 7. Oktober muss sich der 67-Jährige in Düsseldorf wegen besonders schweren Betrugs vor Gericht verantworten.

Der angestellte Lehrer hatte sich mit der Bezirksregierung in einem Vergleich vor dem Landesarbeitsgericht Hamm geeinigt, Ende Januar 2009 in Vorruhestand zu gehen.

Übermittlungsfehler sorgt dafür, dass das Gehalt weiter ausgezahlt wird

Wegen eines Übermittlungsfehlers der Bezirksregierung soll das Landesamt für Besoldung davon nichts erfahren haben. Das zahlte daher bis zum 31. Januar 2018 weiter das volle Gehalt - insgesamt fast eine halbe Million Euro. Nun droht dem Rentner Gefängnis.

Die Staatsanwaltschaft erklärt, dass der Angeklagte es nicht nur unterlassen habe, die Behörden über ihren Fehler zu informieren, sondern auch noch jährlich die Bescheinigungen über von ihm gezahlte Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung vorgelegt habe, um dafür den Arbeitgeberzuschuss zu kassieren.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2020
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!