Keine ICE- und IC-Züge: Halb Ostwestfalen vom DB-Fernverkehr abgeschnitten

Eike J. Horstmann

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Bis in den Abend des 2. Juni wird voraussichtlich kein ICE in Ostwestfalen halten. - © Symbolfoto: pixabay / Creative Commons
Bis in den Abend des 2. Juni wird voraussichtlich kein ICE in Ostwestfalen halten. (© Symbolfoto: pixabay / Creative Commons)

Bielefeld. Ein in der Nacht beim Rangieren entgleister Regionalzug hat am Mindener Bahnhof die Oberleitung beschädigt - und sorgt aktuell für massive Behinderungen im Bahnverkehr.

Wie die Deutsche Bahn mitteilt, kommt es aufgrund von "umfangreichen Reparaturarbeiten an den Gleis-, Signal- und Oberleitungsanlagen" zu "Beeinträchtigungen zwischen Hannover und Hamm bzw. Osnabrück" und "zu Zugausfällen, Haltausfällen und Verspätungen". Im Klartext bedeutet das, dass ein Großteil von Ostwestfalen-Lippe für weite Teile des Donnerstag, 2. Juni, vom Fernverkehr der Bahn abgeschnitten ist.

Voraussichtlich bis in die Abendstunden hinein werden laut Angaben der DB alle ICE- und IC-Züge zwischen Hannover und Hamm in beide Fahrtrichtungen umgeleitet und verspäten sich dadurch um etwa 75 Minuten. Das bedeutet für Ostwestfalen-Lippe, dass die Bahnhöfe in Minden, Bad Oeynhausen, Herford, Bielefeld und Gütersloh nicht angefahren werden. Reisende von Bielefeld, Gütersloh, Herford, Bad Oeynhausen und Bünde werden gebeten, mit Regionalzügen nach Hamm zu fahren und dort dann in den Fernverkehr zuzusteigen. Von den Störungen beeinträchtigt sind auch die IC-Züge zwischen Hannover und Osnabrück, die ebenfalls umgeleitet werden. Hier entstehen Verspätungen von rund einer Stunde. Die Halte Minden, Bad Oeynhausen, Bünde und Osnabrück entfallen - als Ersatzhalt wird hier "Osnabrück Altstadt" angegeben.

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Die erste Meldung, dass es Beeinträchtigungen im Fernverkehr gibt, hatte die Bahn bereits nachts gegen 0.20 Uhr herausgegeben - da allerdings noch, dass Züge zwischen Hannover und Bielefeld wegen einer Sperrung in Minden "zurückgehalten" würden. Laut der DB Netz ist um 23.40 Uhr im Bahnhof ein Zug entgleist, auf Facebook wird von einem RRX-Zug als Verursacher gesprochen. Bei der Rangierfahrt sei die Oberleitung im Ostkopf des Bahnhofes beschädigt worden.

Der Schaden stellte sich dann als so schwerwiegend heraus, dass die Oberleitung um 0.45 Uhr komplett abgeschaltet werden musste, wodurch der Bahnhof Minden "nicht mehr bedienbar" war. Auf der Strecken-Info-Karte von DB Netz wird die Störung bis voraussichtlich 15.40 Uhr anhalten, die Bahn spricht in ihrer Mitteilung deutlich dehnbarer von den Abendstunden des 2. Juni. In einem neueren Tweet wurde um 9.41 Uhr mitgeteilt, dass die Sperrung womöglich sogar den ganzen Tag andauern könne.

"Unser Personal vor Ort arbeitet an der Störungsbeseitigung", heißt es in der Mitteilung der DB - und es wird beteuert, dass die Fahrgäste bei Änderungen umgehend auf dem Laufenden gehalten werden. Zudem werden die Fahrgäste gebeten, sich vor dem Reiseantritt nochmals über ihre Verbindungen zu informieren.

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