Rückreisewelle: Wo und wann es Montag in NRW besonders voll werden dürfte

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Bahnfahrer drängen sich am Sonntag am Eingang eines Regionalzuges am Deuter Bahnhof. Durch das 9-Euro-Ticket verzeichnet die Deutsche Bahn mehr ausgelastete Züge an Pfingsten. - © Roberto Pfeil/dpa
Bahnfahrer drängen sich am Sonntag am Eingang eines Regionalzuges am Deuter Bahnhof. Durch das 9-Euro-Ticket verzeichnet die Deutsche Bahn mehr ausgelastete Züge an Pfingsten. (© Roberto Pfeil/dpa)

Köln (dpa). Zum Ende des langen Pfingstwochenendes wird an diesem Montag in Nordrhein-Westfalen eine starke Rückreisewelle erwartet. So warnt der ADAC Nordrhein vor vermehrten Staus auf den Autobahnen. Aber auch in den Regionalzügen könnte es wieder sehr voll werden. Für Ausflüge und Reisen hatten am Samstag und Sonntag viele Menschen die Bahn genutzt. Insbesondere zu den touristischen Zielen sind die Regionalzüge laut Deutscher Bahn wie erwartet sehr stark genutzt worden. Angesichts der 9-Euro-Tickets für bundesweite Fahrten im Nah- und Regionalverkehr war mit vielen zusätzlichen Bahnreisenden gerechnet worden. Pfingsten ist generell ein reisestarkes Wochenende. Das gilt auch für die großen Flughäfen in Nordrhein-Westfalen.

Auf den NRW-Autobahnen seien auch am Montagnachmittag wieder massive Verkehrsstörungen zu erwarten, hatte der ADAC Nordrhein schon vor dem langen Pfingstwochenende mitgeteilt. Viele Kurzurlauber aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland sind nach der Prognose mit dem Auto in Richtung deutsche Nord- und Ostseeküste sowie die Niederlande gefahren, die dann am Montag wieder zurück nach Haus wollen. Bei schönem Wetter seien auch Verzögerungen durch Ausflügler möglich.

Zu den häufigen Staustrecken in NRW zählen laut ADAC-Übersicht die A1 (Köln - Dortmund - Osnabrück), A3 (Köln - Oberhausen - Emmerich - Arnheim) und A4 (Großraum Aachen/Kölner Ring) sowie die A40 (Dortmund - Essen - Duisburg - Venlo) und die A46 (Düsseldorf - Wuppertal).

Viel Verkehr am Freitagnachmittag auf den Autobahnen

Nach einer starken Hinreisewelle am Freitagnachmittag war die Verkehrslage am Samstag und Sonntag auf den Autobahnen wesentlich entspannter. Am Pfingstsonntag konnten Autofahrer bis auf kleine Ausnahmen ohne zusätzliche Verzögerungen durch Staus ihre Ziele ansteuern. Auf der Online-Übersicht des Verkehrsministeriums wurden neben den bekannten vielen Baustellen keine großen Staubereiche ausgewiesen. Auf der Verkehrsübersicht des WDR im Internet waren am Sonntag mehrfach null Kilometer Stau ausgewiesen. Am Samstag waren es überwiegend Werte zwischen 30 und 40 Kilometern. Nach Berechnungen des ADAC hatten sich am Freitagnachmittag die Staus und stockender Verkehr auf den Autobahnen in der Spitze auf knapp 350 Kilometer summiert, weil Kurzurlauber und auch noch Pendler unterwegs waren.

Für Ausflüge und Reisen nutzen auch am Pfingstsonntag sehr viele Menschen die Bahn. Ein Sprecher der Deutschen Bahn berichtete am Sonntagvormittag von ähnlich vielen Fahrgästen in den Regionalzügen wie am Pfingstsamstag. Insbesondere zu den touristischen Zielen seien die Regionalzüge wie erwartet sehr stark genutzt worden. „Wir empfehlen unseren Fahrgästen, sich kurz vor Reiseantritt noch einmal in den Auskunftsmedien der Verkehrsverbünde vor Ort oder über den DB Navigator zu informieren“, bekräftigte er. Die Deutsche Bahn bat die Reisenden aus Platzgründen, auf die Mitnahme von Fahrrädern in den Zügen zu verzichten, wenn man nicht unbedingt darauf angewiesen sei.

Eine Stellwerksstörung im Raum Hennef beeinträchtige am Sonntagmorgen den Regionalverkehr der Linien RE9, S12 und S19. Züge warteten an geeigneten Bahnhöfen, twitterte die Deutsche Bahn NRW. Laut dem Unternehmenssprecher in der Berliner Konzernzentrale war die Stellwerksstörung nach 30 Minuten wieder behoben. Der Fernverkehr sei von dieser halbstündigen technischen Störung nicht betroffen gewesen.

An den beiden größten NRW-Flughäfen, den Airports Düsseldorf und Köln/Bonn, kam es für Flugreisende am Freitag und Samstag erneut zu längeren Wartezeiten bei der Sicherheitskontrolle, wie Sprecher der Airports erklärten. Besonders am Freitagnachmittag und Samstagmorgen mussten die Fluggäste in Düsseldorf demnach bis zu 50 Minuten warten. Auf ihren Websites warnen die Airports die Fluggäste vor erhöhten Wartezeiten und bitten darum, früher als normal zu erscheinen. So empfiehlt der Flughafen Köln/Bonn mindestens zweieinhalb Stunden vor Abflug vor Ort zu sein. Der Flughafen Düsseldorf verweist unter anderem auch darauf, dass einige Airlines in der Sommersaison das Check-in für frühe Flüge bereits um 3.00 Uhr oder 3.30 Uhr öffneten.

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