Corona-Regeln, Mindestlohn und WhatsApp: Das ändert sich im Oktober

Moritz Trinsch

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WhatsApp wird auf vielen iPhones ab Ende Oktober nicht mehr funktionieren. - © Symbolfoto: Pixabay
WhatsApp wird auf vielen iPhones ab Ende Oktober nicht mehr funktionieren. (© Symbolfoto: Pixabay)

Neuer Monat - neue Regeln. Während die Verbraucher im September fast überall mit steigenden Kosten konfrontiert waren, dürfen sie sich nun auf ein paar Entlastungen freuen. Gleichzeitig müssen sie sich wieder auf striktere Corona-Regeln einstellen. Auch iPhone-Nutzer und Fahrschüler haben es im Oktober schwer.

Neue Corona-Regeln für den Herbst und Winter

Während die Maskenpflicht im Flugzeug entfällt, wird die Regel für Bahnreisende im Fernverkehr verschärft. Sie müssen künftig eine FFP2-Maske tragen, eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung reicht nicht mehr aus. Dies gilt auch für Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Dialyseeinrichtungen und weitere Einrichtungen des Gesundheitswesens. In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gibt es neben der FFP2- auch eine Testpflicht. Die Regeln gelten zunächst bis zum 7. April 2023. Bei einer verschärften Infektionslage dürfen die Länder aber weitere Regeln erlassen - etwa eine Testpflicht in Schulen.

Millionen verlieren ihren Impfstatus

Nur wer dreimal geimpft ist, gilt künftig ohne weitere Bedingungen als vollständig geimpft. Wer zwei Spritzen erhalten hat, aber zwischenzeitlich an Corona erkrankt ist, bekommt ebenfalls den vollständigen Impfstatus (mit entsprechenden Nachweisen). Wer nur eine Impfung hat, kann nun unter keinen Umständen mehr diesen Impfstatus erhalten - das war bisher noch anders. Mehrere Millionen Menschen werden durch diese Regelung wohl ihren Impfstatus verlieren.

Gaspreis steigt, Mehrwertsteuer sinkt

Gashändler dürfen den immer weiter steigenden Gaspreis ab Oktober auch an die Verbraucher weitergeben - die sogenannte Gasumlage tritt in Kraft. Experten rechnen dadurch mit einer Verteuerung von 2,4 Cent pro Kilowattstunde. Um die Kosten zumindest etwas abzufedern, sinkt die Mehrwertsteuer auf Gaslieferungen von 19 auf sieben Prozent. Der ermäßigte Satz gilt bis zum 31. März 2024.

Mehr Geld für Mini- und Midijobber

Die Obergrenze für Minijobs steigt von 450 auf 520 Euro pro Monat. Dadurch ändert sich auch die Regelung für Midijobber. Sie dürfen künftig zwischen 520,01 und 1.600 Euro pro Monat verdienen. Bisher lag die Grenze zwischen 450,01 und 1.300 Euro.

Mindestlohn steigt weiter

Der Mindestlohn steigt zum zweiten Mal in diesem Jahr an. Er erhöht sich von 10,45 auf 12 Euro. Laut Bundesregierung profitieren davon rund sechs Millionen Menschen in Deutschland.

Kein WhatsApp mehr für iPhones

Auf iPhones mit den Betriebssystemen iOS 10 und 11 funktioniert ab dem 25. Oktober WhatsApp nicht mehr. Dafür muss dann mindestens iOS 12 installiert sein. Bitter wird es für ganz alte Apple-Smartphones. Wer ein iPhone 5 oder 5c hat, kann den Messenger-Dienst ab dann gar nicht mehr nutzen, weil iOS 12 auf diesen Geräten nicht unterstützt wird.

Neue Fragen bei der Führerscheinprüfung

Wer sich derzeit auf seine theoretische Führerscheinprüfung vorbereitet, muss sich ab Oktober auf neue Fragen einstellen. Die alten wurden teilweise überarbeitet oder fallen raus.

Wichtige Termine und Fristen im Oktober

  • Steuererklärung: Für das Jahr 2021 müssen die Unterlagen bis zum 31. Oktober beim Finanzamt eingereicht werden. Wer Hilfe vom Steuerberater bekommt, hat noch bis Mitte 2023 Zeit.
  • Grundsteuer: Auch die Grundsteuererklärung muss bis Ende Oktober eingereicht werden. Rund 36 Millionen Eigentümer sind verpflichtet diese abzugeben. Ab 2025 soll dann eine neue Grundsteuer-Berechnung gelten.
  • Partielle Sonnenfinsternis: Am 25. Oktober findet wieder eine partielle Sonnenfinsternis statt. Dabei wird die Sonne teilweise vom Mond verdeckt. Sie beginnt um 11.10 Uhr und endet um 13.16 Uhr.

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