Die Preise für landwirtschaftliche Produkte sind im Juni 2025 durchschnittlich niedriger als im Juni 2024. Sie fielen um 1,1 Prozent. Unterschiede gibt es jedoch zwischen pflanzlichen und tierischen Produkten. Während die Preise für Obst, Gemüse und Getreide im Durchschnitt niedriger sind als vor einem Jahr, sind sie für Fleisch, Eier und Milch angestiegen. Das teilt das Statistische Bundesamt jetzt mit. Konkret sanken die Preise für pflanzliche Erzeugnisse um 20 Prozent gegenüber Juni 2024, während die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse um rund 13 Prozent stiegen. Der Index der Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte misst dabei die Entwicklung der Verkaufspreise der Landwirtschaft (ohne Umsatzsteuer) in Deutschland. Preisrückgang hält vor allem bei Kartoffeln weiter an Der Preisrückgang bei pflanzlichen Produkten ist unter anderem auf die gesunkenen Preise für Kartoffeln zurückzuführen. Diese waren im Juni 2025 um 64,2 Prozent niedriger als im Juni 2024, heißt es seitens des Bundesamts. Gegenüber dem Vormonat Mai 2025 fielen die Speisekartoffelpreise um 25,9 Prozent. Auch die Preise für Gemüse, Getreide und Futterpflanzen sind gesunken: Die Gemüsepreise fielen binnen Jahresfrist um rund 14 Prozent, wobei insbesondere Eissalat, Blumenkohl und Gurken deutlich günstiger waren. Getreide war im Juni 2025 im Vergleich zum Juni 2024 nur geringfügig, nämlich um 0,1 Prozent, günstiger. Die Preise für Handelsgewächse insgesamt lagen im Juni 2025 um rund 10 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Auch die Preise für Futterpflanzen waren im Juni 2025 mit einem Rückgang von 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat rückläufig. .responsive23-5Dq6m49m9HVvn54R-ttc-linechart-erzeugerpreisindizies { width: 100%; padding-top: 100%; } @media (max-width: 600px) { .responsive23-5Dq6m49m9HVvn54R-ttc-linechart-erzeugerpreisindizies { padding-top: 100%; } } @media (max-width: 360px) { .responsive23-5Dq6m49m9HVvn54R-ttc-linechart-erzeugerpreisindizies { padding-top: 142.86%; } } Preise für Spargel und Champignons sind gestiegen Trotz der durchschnittlichen Preissenkung bei pflanzlichen Produkten gibt es Ausnahmen. Preissteigerungen gab es bei Spargel und Champignons, die sich binnen Jahresfrist laut Bundesamt um rund 21 beziehungsweise 4 Prozent verteuerten. Erdbeer- und Spargelliebhaber müssen sich im kommenden Jahr auf höhere Preise für die Sonderkulturen einstellen. Hintergrund ist der Mindestlohn, der ab dem 1. Januar 2026 bei 13,90 Euro und ab dem 1. Januar 2027 bei 14,60 Euro liegen wird. Eine Ausnahme vom Mindestlohn für Saisonarbeitskräfte wird es aller Voraussicht nach nicht geben. Dabei würden das auch Landwirte aus der Region befürworten. Auch Obst war im Juni 2025 teurer als ein Jahr zuvor. Deutliche Preisanstiege gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit rund 24 Prozent, Erdbeeren wiederum wurden billiger um rund 7 Prozent gegenüber Juni 2024. Beim Wein war im Juni 2025 eine Preissteigerung um rund zwei Prozent gegenüber Juni 2024 zu verzeichnen. Milch, Eier und Fleisch sind teurer geworden Der Preisanstieg für Tiere und tierische Erzeugnisse lag im Vergleich zum Vorjahresmonat bei rund 13 Prozent. Das sei dem Bundesamt zufolge unter anderem auf die gestiegenen Preise für Milch zurückzuführen. Der Milchpreis lag im Juni 2025 nämlich um 17 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Die Preise für Tiere waren im Juni 2025 um rund zehn Prozent höher als im Juni 2024. Maßgeblich dafür sei der Preisanstieg bei Rindern um rund 44 Prozent. Bei Schlachtschweinen sanken die Preise hingegen um rund fünf Prozent. Bei Eiern kam es in der Jahresfrist zu einer Preissteigerung von 8 Prozent. Dass sie mit den Preisen für Rind- und Schweinefleisch zufrieden sind, spiegeln auch in OWL heimische Landwirte. Je Kilogramm Rindfleisch erhalten sie aktuell rund sieben Euro, für Schweinefleisch knapp zwei Euro – wobei nicht das ganze Tier bezahlt wird, sondern nur der verwertbare Teil. Das heißt, von einem Rind werden zwischen 50 und 65 Prozent, von einem Schwein etwas mehr als 80 Prozent des gesamten Gewichts bezahlt.